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Bazillen im Freibad: Diesen Bakterien und Viren macht Chlor im Wasser nichts aus

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zwei Frauen im Schwimmbad
So schön es im Schwimmbad bei heißen Temperaturen auch ist: Eine wichtige Regel missachten viele. © Kirsty O'connor/dpa

Chlor hat desinfizierende Wirkung - doch nicht jedem Keim können Chlor-Verbindungen im Wasser etwas anhaben: darunter E.Coli-Bakterien und Erreger, die Typhus auslösen.

Chlor im Wasser weckt bei vielen ein Gefühl der Sicherheit: Eliminiert der Zusatz doch Krankheitserreger im Wasser. Was viele nicht wissen: Es gibt hartnäckige Keime und Viren, denen Chlorwasser nichts anhaben kann. Dazu zählen zum Beispiel Hepatitis-A-Viren, E.Coli-Bakterien, die Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen oder Salmonella Typhi - die Bakterien, die Typhus verursachen. Eine wichtige Regel - die viele allerdings nicht kennen oder missachten - senkt das Risiko, dass diese Krankheitserreger ins Wasser gelangen.

Die Dusche vor dem Schwimmen schützt - einen selbst und andere

Damit chlorresistente Erreger nicht ins Badewasser gelangen, gilt: Wer sich krank fühlt und Durchfall hat, gehört nicht ins Frei- oder Hallenbad. Sie denken jetzt, dass sich das von selbst versteht? Eine Umfrage des US-amerikanischen Wasserqualitäts- und Gesundheitsamts aus dem Jahr 2017 zeichnet ein anderes Bild. So gab damals einer von vier Erwachsenen an, trotz Durchfallerkrankung ins Schwimmbad zu gehen. Ebenfalls ein beunruhigendes Ergebnis der Studie: Rund 50 Prozent der Befragten gaben an, nie oder nur selten vor dem Schwimmen zu duschen. Doch eine gründliche Dusche vor dem Schwimmen ist wichtig, um Krankheitserreger so gut wie möglich aus dem Becken zu halten.

Im Video: Ekelalarm: Das verrät der Chlorgeruch im Schwimmbad

Kryptosporidien im Badewasser: Parasiten lösen Durchfall aus

Sie haben nach dem Schwimmbad-Besuch Durchfall, Bauchweh und bekommen Fieber? Dann könnten E. Coli-Bakterien dahinter stecken. Oder aber Kryptosporidien - Parasiten, die beim Menschen schwere Magen-Darm-Probleme auslösen können. „Die Infektion erfolgt überwiegend durch die Aufnahme von kontaminiertem Wasser (z.B. Trinkwasser, Eiswürfel, Badewasser)", wie das Robert Koch-Institut als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten informiert. Auch hier gilt: Wer den Verdacht hat, sich mit Kryptosporidien infiziert zu haben, sollte tunlichst nicht ins Schwimmbad gehen, da die Parasiten in gechlortem Wasser überleben und sich so andere Badbesucher leicht anstecken können, wie der Focus warnt. (jg) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

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