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Der Klinikreport 2015 unserer Zeitung in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern stellt Fallzahlen und Qualitätsdaten Münchner und oberbayerischer Kliniken laienverständlich vor.

Klinikreport 2015

Münchner Merkur und Techniker Krankenkasse starten Klinikreport 2015

Täglich stehen tausende Patienten in Oberbayern vor schweren und teils überlebenswichtigen Entscheidungen: In welcher Klinik soll ich mich behandeln lassen? Welches Krankenhaus ist bei meinem medizinischen Problem erfahren und spezialisiert? Wir zeigen Ihnen jeden Montag die besten Kliniken in Oberbayern!

Für qualitativ aussagekräftige Antworten brauchen Betroffene Fakten, Daten, Zahlen – allein die Anzahl der behandelten Patienten kann ein erster wichtiger Hinweis auf die Erfahrung von Kliniken mit bestimmten medizinischen Eingriffen sein. Seit mehr als zehn Jahren sind alle Krankenhäuser zudem dazu verpflichtet, ihre Arbeit zu dokumentieren und ihre Qualitätsberichte von unabhängigen Experten prüfen zu lassen.

Die Ergebnisse werden dadurch messbar – und Schwachstellen identifizierbar. Vor allem aber kann die Qualität der Versorgung langfristig verbessert werden. Kliniken, die bei Kontrollen durch Mängel auffallen, müssen Maßnahmen ergreifen, um in Zukunft alle Kriterien für eine gute Behandlungsqualität zu erreichen.

Der Klinikreport 2015 unserer Zeitung in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern stellt Fallzahlen und Qualitätsdaten Münchner und oberbayerischer Kliniken laienverständlich vor. In zwölf Folgen werden bis Ende September die aktuellsten Ergebnisse der einzelnen Kliniken in Tabellen für Leserinnen und Leser verständlich aufbereitet – und somit vergleichbar gemacht. In ausführlichen Artikeln berichten zudem Ärzte über ihre Arbeit sowie über neue, erfolgreiche Therapien. Betroffene Patienten erzählen von ihren Erfahrungen. Die Qualitätskontrolle der stationären Versorgung soll künftig noch verstärkt werden, Experten fordern, dass weitere medizinische Fachbereiche dokumentiert und überprüft werden. Sie wollen auch die Zufriedenheit der Patienten und die Langzeitergebnisse der Therapien in die Bewertung einfließen lassen. #

Der Leiter der TK in Bayern, Christian Bredl, sieht Verbesserungspotenzial: „Es reicht nicht, wenn Kliniken nur einen Hinweis auf rechnerische Auffälligkeiten in ihren Qualitätsdaten erhalten. Häufig wird nicht geprüft, ob Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung auch umgesetzt werden“, sagt er.

„Wir müssen die Qualität in den Kliniken bundesweit einheitlich, zuverlässig und aussagekräftig messen. Wenn wir dabei Defizite erkennen, müssen wir dafür sorgen, dass die Verbesserungen wirklich umgesetzt werden.“

mb

Wir zeigen Ihnen jeden Montag die besten Kliniken in Oberbayern

Jüngste Schätzungen belegen, dass bei jährlich knapp 19 Millionen Behandlungen im Krankenhaus 360 000 bis 720 000 Male etwas schiefgeht. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK). Allein im Jahr 2014 haben die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) knapp 15 000 Behandlungsfehlervorwürfe begutachtet; rund zwei Drittel davon bezogen sich auf Behandlungen in Krankenhäusern, ein Drittel auf jene bei niedergelassenen Ärzten. In etwa jedem vierten Fall bestätigte sich der Verdacht. Tendenz eher steigend. Und: Die Dunkelziffer dürfte Schätzungen zufolge sogar noch höher liegen – nicht alle Patienten machten mögliche Behandlungsfehler publik, heißt es. »

Ein Kooperationsprojekt des Münchner Merkur und der Techniker Krankenkasse

Die offiziellen Fall- und Qualitätszahlen der Kliniken für die Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung stammen aus dem Jahr 2013. Quelle für die Fallzahlen sind die Qualitätsberichte der Krankenhäuser. Die Berichte bilden die Grundlage für den TK-Klinikführer. Die Bewertung der Qualitätsdaten des Aqua-Instituts für das jeweilige Klinikum stellt eine redaktionelle Zusammenfassung dar.

Sehen Sie nachfolgend alle Serien-Folgen im Überblick - hier finden Sie das Online-Themenspecial zum Klinikreport!

Die Serien-Folgen auf einen Blick

  • Folge 2: Einsatz eines künstlichen Kniegelenks (20. Juli)
  • Folge 3: Einsatz einer neuen Hüfte (27. Juli)
  • Folge 4: Wechsel von Knie- oder Hüftprothese (3. August)
  • Folge 5: Behandlung der Herzkranzgefäße (10. August)
  • Folge 6: Einsatz eines Herzschrittmachers (17. August)
  • Folge 7: Behandlung einer verengten Halsschlagader (24. August)
  • Folge 8: Entfernung der Gallenblase (31. August)
  • Folge 9: Versorgung von Frühchen (7. September)
  • Folge 10: Behandlung eines Oberschenkelhalsbruchs (14. September)
  • Folge 11: Behandlung einer Lungenentzündung (21. September)
  • Folge 12: Zum Abschluss des Klinikreports lesen Sie, wo es in Sachen Transparenz bei den Kliniken noch hapert (28. September).

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