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Durch eine elektronische Gesundheitskarte könnten Patienten sich manchen persönlichen Arztbesuch womöglich sparen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Umfrage

Knapp zwei Drittel wollen digitale Patientenakte nutzen

Den Weg zum Arzt würden sich viele gern sparen. Tatsächlich könnten zumindest manche Untersuchungen auch aus der Ferne erfolgen, vorausgesetzt, der Arzt hat die notwendigen Daten des Patienten parat. Erstaunlich viele Deutsche halten viel von der Idee.

Berlin (dpa/tmn) - Welche Vorerkrankungen hat ein Patient, welche Pillen nimmt er, und wo fehlt ihm ein Zahn? All diese Daten sollen künftig auf einer elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden - wenn der Patient dem zustimmt.

60 Prozent der Deutschen wollen dies laut einer aktuellen Umfrage des Branchenverbands Bitkom tun. Auf die Daten können zum Beispiel Ärzte und Krankenhäuser mit Einverständnis des Patienten zugreifen.

Vor allem auf dem Land, wo sich immer weniger Ärzte niederlassen, sei dies von Vorteil, erklärt der Verband. Ältere Patienten, die nicht mehr so mobil sind, könnten dank der mobilen Datennutzung telemedizinisch betreut werden.

Schon jetzt greifen viele auf digitale Gesundheits-Angebote zurück: Fast jeder zweite Smartphonenutzer (45 Prozent) verwendet Gesundheitsapps. 18 Prozent haben Arzttermine schon mal online ausgemacht, 40 Prozent würden dies tun. 14 Prozent lassen sich per SMS oder E-Mail an Arzttermine erinnern, 45 Prozent würden diesen Service nutzen.

Bitkom Research hat für die gemeinsame Umfrage mit der Bayerischen TelemedAllianz 1003 Deutsche ab 14 Jahren befragt. 798 der Befragten nutzen das Internet, 698 auch ein Smartphone.

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