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Arthrose

Kniegelenksspiegelungen nutzen Patienten kaum

Kniegelenksspiegelungen haben für den Patienten mit Arthrose keinen belegbaren Nutzen. So das Ergebnis einer umfassende Studie.

Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem am Montag in Köln veröffentlichten Abschlussbericht. Die sogenannte Arthroskopie, die mit zu den häufigsten Operationen in Deutschland gehört, ist seit längerem umstritten.

Bei dieser Methode wird das Kniegelenk gespiegelt und mit Kochsalzlösung gespült, gegebenenfalls wird auch krankhaftes Knorpelgewebe auf diese Weise behandelt. Das soll Beschwerden wie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.

Die Therapie hat laut Institut im Vergleich zu anderen Eingriffen oder auch Scheinoperationen sowie im Vergleich zu einer Krankengymnastik allerdings keinen Vorteil für den Patienten. Lediglich das Spritzen von in der Nebennierenrinde gebildeten Glukokortikoiden in das Kniegelenk schnitt demnach noch schlechter ab. Damit bestätigten die Experten ihren vorläufigen Bericht vom vergangenen Jahr. In das Ergebnis flossen insgesamt elf Studien mit zusammen über tausend Patienten ein.

Die Kniegelenk-Arthrose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die mit Schmerzen und verminderter Beweglichkeit einhergeht. Alltägliche Aktivitäten wie das Treppensteigen fallen vielen Betroffenen immer schwerer. In Deutschland erkranken rund 17 Prozent aller Männer und 27 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens an Arthrose, vorwiegend in den Hüftgelenken und Kniegelenken. Zu den Risikofaktoren gehören neben Alter und Geschlecht auch genetische Faktoren und Übergewicht.

AFP

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