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Schielen soll ungesund für die Augen sein. Doch das stimmt nicht.

Wahrheit oder Mythos?

Können die Augen beim Schielen stehenbleiben?

Zum Grimassen schneiden gehört es dazu: Die Augen werden in alle Richtungen verdreht. Besonders lustig ist es, wenn jemand dabei schielt. Doch wer das zu oft macht, dessen Augen bleiben so - heißt es.

"Hör auf zu schielen, sonst bleiben deine Augen stehen!" An diese Warnung der Eltern erinnern sich viele. Denn wer als Kind die Augen in alle Richtungen verdreht hat, wurde meist schnell zurechtgewiesen. Doch können die Augen wirklich dauerhaft in einer bestimmten Blickrichtung verharren?

"Nein, da ist überhaupt nichts dran", sagt Klaus Rüther vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. "Bewusstes Schielen hat keine Konsequenzen." Ganz im Gegenteil: Wer seine Augen besonders gut verdrehen kann, hat besonders viel Kontrolle über die Augen. Woher das Gerücht kommt, kann sich Rüther auch nicht erklären. "Vielleicht assoziieren die Eltern mit dem Schielen, dass das Kind nicht so klug ist." Aber auch das ist nur Spekulation, sagt Rüther. Befürchten müssen sie jedenfalls nichts.

dpa/tmn

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