Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg gestorben

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Geräusche, überall gibt es Geräusche zu hören. Wer normale Alltagsgeräusche nicht ertragen kann, leidet an Misophonie.

Misophonie: Akustischer Teufelskreis

Können Geräusche einen in den Wahnsinn treiben?

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Das Ticken einer Uhr, Kaugummikauen oder das Tippen auf einer Tastatur - überall gibt es Geräusche. Diese Alltagsgeräusche sind aber für einige Menschen unerträglich. Sie leiden unter Misophonie. 

Lautes Kauen, das leise Klappern von Besteck oder Schlürfen löst bei Menschen, die unter Misophonie leiden, extreme Reaktionen aus. Der Klang dieser eigentlich harmlosen Geräusche verursacht bei den Betroffenen Ekel, Wut, Nervosität bis hin zu Panik.

Misophonie bedeutet übersetzt "Hass auf Geräusche" (Miso auf Deutsch: Hass; Phonia: Ton, Laut, Stimme). Der Fachbegriff Misophonie beschreibt dieses ungewöhliches Phänomen. 

Dass Geräusche fies sein und jeden nerven können, ist eigentlich nichts Neues. Der Akustik-Professor Trevor Cox von der britischen Universität Salford fragte Internet-Nutzer nach dem für sie schlimmsten Geräusch. Eine Million Antworten bekam er zurück. Auf Platz 1: das Geräusch, wenn sich ein Mensch übergeben muss. Wer möchte, kann sich die widerlichen Geräusche der Studie im Netz anhören: www.sound101.org

Diagnose Misophonie

Was vielleicht den einen oder anderen stört, löst allerdings bei einer Misophonie Beschwerden aus. Doch wann werden Geräusche zur Qual und machen krank? Wie lässt sich diese subjektive Empfindung medizinisch einordnen und diagnostizieren? Eine wissenschaftliche Studie über Misophonie, die im Fachmagazin plosone 2013 erschienen ist, hat sich mit dieser Frage beschäftigt. 42 Patienten, die überempfindlich auf akustische Reize reagieren, wurden dafür befragt. 

Mittlerweile sprechen Ärzte bei den Symptomen von einem krankhaften Reflex. Die Betroffenen haben ein neutrales Geräusch mit einem negativen Gefühl verknüpft. Kaugeräusche von Mitmenschen lösen dann sofort Herzrasen oder Aggression aus.

Eine Verhaltenstherapie verspricht eine Chance auf Heilung. Dabei lernen Patienten, das negative Gefühl von dem Geräusch abzukoppeln. Doch das Gehirn umzuprogrammieren ist schwer.

Warum die Krankheit auftritt, ist noch unklar. Genetische Veranlagungen werden vermutet, zumal das Leiden schon im Kindesalter auftritt. 

ml

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