+
Verspüren Sie einen Druck in der Magengegend? Dann kann es ein Vorbote für etwas Gefährlicheres sein.

Sechs Warnsymptome

So können Sie einen Herzinfarkt erkennen - und zwar bereits eine Woche zuvor

  • schließen

Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Dabei machen sich Warnsymptome bereits früh bemerkbar. Ein Kardiologe verrät die wichtigsten Anzeichen.

Ein Stechen in der Brust, Atemnot und Übelkeit: Die Symptome eines Herzinfarkts sind vielfältig – doch wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, dann kann es tödlich ausgehen. Doch im Gegensatz zur landläufigen Annahme, dass ein Herzinfarkt plötzlich und unvermittelt auftritt, sind sich Mediziner sicher: Die ersten Anzeichen sind in den meisten Fällen bereits einige Tage bis zu einer Woche früher bemerkbar.

Herzinfarkt: Warnsymptome sind bereits bis zu einer Woche zuvor vorhanden

Dennoch sind Herzerkrankungen hierzulande immer noch die häufigste Todesursache. Dabei könnte man einen Herzinfarkt vermeiden, wenn man nur früh genug einen Arzt aufsucht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die anfänglichen Beschwerden laut dem Kardiologen Dietrich Andresen von der Berliner Charité schwer zu interpretieren sind:

"Vor einem Herzinfarkt haben viele Betroffene Warnsymptome. Auch haben viele Betroffene untypische Beschwerden, die einen an eine Herzkranzgefäßerkrankung nicht denken lassen und daher fehlgedeutet werden", erklärt das Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung gegenüber der Huffington Post. Doch es gibt Ausnahmen: "In einigen Fällen kommt er völlig unvorbereitet und ohne Ankündigung", so Andresen.

Auch interessant: Studien enthüllen, dass dieses Getränk Sie vor Herzinfarkt schützen soll.

Sobald allerdings die Herzkranzgefäße, die Sauerstoff zum Herzen transportieren, verstopfen, stirbt das Herzmuskelgewebe allmählich ab. Der Herzmuskel pumpt nicht mehr – und ein Herzinfarkt ist unvermeidbar. Daher sollten Sie die Warnzeichen ernst nehmen, wenn Sie sie verspüren und/oder wissen, dass Sie zur Risikogruppe zählen. Risikofaktoren sind:

  • Diabetes
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • zu wenig Bewegung
  • psychischer Dauerstress
  • erhöhte Blutfettwerte
  • genetische Veranlagung
  • zu fett- und zuckerreiche Ernährung

Erfahren Sie hier, welches Lebensmittel Herzinfarkt vorbeugen kann.

Diese sechs Anzeichen deuten auf einen Herzinfarkt hin

Doch bevor es zu einem Herzinfarkt kommt, sollten Sie auf folgende sechs Beschwerden achten:

  • Brustschmerzen und –enge: Die sogenannte Angina pectoris kann auch bereits vor einer Herzattacke auftreten. Allerdings sind dann die Schmerzen in der Brust nicht so stark und kommen oft in Schüben, die wieder vorübergehen.
  • Atemnot: Diese tritt in Erscheinung, wenn der Betroffene sich körperlich anstrengt. Plötzlich merkt er, dass seine Leistung ebenfalls abgenommen hat bzw. ihm alles schwerer fällt als sonst. Diese Atemnot entsteht dadurch, dass nicht mehr genug Sauerstoff durch die verkalkten Herzkranzgefäße gelangen kann.
  • Halsschmerzen: Oftmals werden sie mit einer Bronchitis bzw. einer Erkältung verwechselt. In manchen Fällen hatten Betroffene bereits eine Woche zuvor mit Halsschmerzen zu kämpfen – und erlitten erst danach eine Herzattacke.
  • Brust- und Rückenschmerzen auf der linken Seite: Diese typischen Beschwerden bei einem Herzinfarkt können ebenfalls bereits früher auftreten. Diese treten allerdings meist dann auf, wenn Betroffene unter psychischer oder körperlicher Anspannung bzw. Belastung stehen. Dann strahlen die Schmerzen oftmals vom Herzen aus.
  • Zahnschmerzen: Wer unter Schmerzen im Unterkiefer leidet, geht meist erstmal zum Zahnarzt. Doch dabei kann es sich um das sogenannte Buddenbrook-Syndrom handeln. Dabei haben Betroffene aber Zahnschmerzen, die durch eine Herzkranzgefäßerkrankung ausgelöst werden.
  • Bauchschmerzen: Auch eine leichte Übelkeit oder ein Druck im Oberbauch wird oftmals als Magenschmerzen abgetan. Doch auch diese können sich verschlimmern und bei einer Herzattacke zu Erbrechen führen. Wenn dies eintritt, sollten Sie den Notarzt rufen. Besonders dann, wenn Sie in besonderem Maße auftreten.

Bitte beachten: Die Tipps in diesem Artikel sind KEIN Ersatz für einen Arztbesuch. Falls Sie Beschwerden haben, sollten Sie immer auch Ihren Hausarzt aufsuchen, um mögliche Risiken auszuschließen.

Lesen Sie auch: Deuten Sie diese Warnsignale für gefährliche Krankheiten richtig.

jp

Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Apfelessig: So soll das Hausmittel gegen Mundgeruch bis Blähungen helfen
Mit Apfelessig die Verdauung regulieren, den Blutdruck senken und die Haut verbessern? So machen Sie sich die antibakterielle Wirkung von Apfelessig zunutze.
Apfelessig: So soll das Hausmittel gegen Mundgeruch bis Blähungen helfen
Diese zwei Diäten senken das Demenz-Risiko enorm - besagt Studie
Die Ernährung beeinflusst nicht nur, ob wir uns körperlich fit oder träge fühlen - auch unser Gehirn will richtig gefüttert werden. Diese zwei Diäten halten uns geistig …
Diese zwei Diäten senken das Demenz-Risiko enorm - besagt Studie
Plötzlich rote Pünktchen auf der Haut? So gefährlich sind die Mini-Blutschwämme
Auf einmal sind sie da: kleine, rote Flecken auf der Brust. Was es damit auf sich hat und ob Kirschangiome so gefährlich sein können, erfahren Sie hier.
Plötzlich rote Pünktchen auf der Haut? So gefährlich sind die Mini-Blutschwämme
Ernährt sich fast nur von Luft: US-Amerikanerin isst 97 Tage nicht - und lebt obskures Konzept
Der Mensch kommt ohne feste Nahrung nicht aus? Das sehen die Anhänger des Breatharianismus anders: Sie ernähren sich - wie US-Amerikanerin Audra Bear - hauptsächlich von …
Ernährt sich fast nur von Luft: US-Amerikanerin isst 97 Tage nicht - und lebt obskures Konzept

Kommentare