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Gesellschaft grenzt Fettleibige aus: Zu kurz gedacht

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München - Bevor man also fettleibige Menschen aus irrationalen Gründen ausgrenzt, sollte man sich die Fakten vor Augen halten - damit sie wenigstens "nur" noch mit ihren Kilos kämpfen müssen.

Nein, Fettleibigkeit ist kein selbst gewähltes Schicksal – sondern eine unheilbare, chronische Erkrankung. Menschen, die extrem übergewichtig sind, sprich adipös, sind nicht allein schuld an ihrer Körperfülle. Gleichwohl werden sie wegen ihrer Pfunde stigmatisiert, wie jetzt der „XXL-Report“ der DAK belegt. Das ist – leider – nicht neu. Und dennoch zu kurz gedacht.

Natürlich: Niemand rutscht von einem Tag auf den anderen in die Fettleibigkeit. Und selbstverständlich treiben Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung das Gewicht nach oben. Aber: Zu einer Adipositas gehört eben weitaus mehr als Tiefkühlpizza auf der Couch statt Trainingseinheiten im Fitness-Studio. Entscheidend ist vor allem die familiäre Prädisposition. Salopp ausgedrückt: Wer ungünstige „Dickmach-Gene“ hat, hat Pech. Zudem gehen Wissenschaftler davon aus, dass Fettleibigkeit insbesondere auch im Kopf entsteht. Psychosoziale Faktoren spielen daher eine nicht unwesentliche Rolle.

Bevor man also fettleibige Menschen aus irrationalen Gründen ausgrenzt, sollte man sich die Fakten vor Augen halten. Damit sie wenigstens „nur“ noch mit ihren Kilos kämpfen müssen – statt zusätzlich mit Vorurteilen.

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