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Kommentar: Mehr Hilfe für Betroffene

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Von: Andrea Eppner

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Auch Halbgötter in Weiß sind fehlbar: Das zeigt einmal mehr die neue Statistik der Bundesärztekammer. Demnach ist die Zahl der Behandlungsfehler, die von Gutachterkommission und Schlichtungsstellen anerkannt worden sind, 2016 leicht gestiegen. Wird die Behandlung also immer schlechter? Die Sache ist komplizierter. Ein Kommentar.

So ist nicht nur die Zahl der Fehler gestiegen, sondern auch die der Behandlungen. Zudem hat sich bei Patienten herumgesprochen, dass „der Doktor“ doch nicht immer Recht hat: Sie informieren sich, sind kritischer – und versuchen auch öfter, ihre Ansprüche durchzusetzen. Das ist gut und richtig; ebenso, dass ihnen das Patientenrechtegesetz dabei den Rücken stärkt. So können sich Betroffene bei einem Verdacht an ihre Krankenkasse wenden. An einem hat das Gesetz aber wenig geändert: Wer durch einen ärztlichen Fehler einen Schaden erlitten hat und seine Ansprüche vor Gericht durchsetzen will, hat es schwer. Er muss beweisen, dass ein ärztlicher Fehler vorliegt und dieser tatsächlich die Ursache seiner Beschwerden ist.

Auch wenn die Qualität der Behandlung in Deutschland nach wie vor hoch ist – für diejenigen, die tatsächlich Opfer eines Ärztefehlers geworden sind, fordern Patientenschützer daher zu Recht: mehr Unterstützung.

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