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Schutzkleidung für die Helfer: Auch im Kongo steigen nun die Zahlen der Ebola-Toten und -Infizierten.

Immer mehr Tote

Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt

Genf - Die Zahl der Ebola-Toten im Kongo steigt schnell an. Jetzt sind es schon 35, die wegen des tödlichen Virus starben. Das berichtet am Donnerstag die Weltgesundheitsorganisation in Genf.

Binnen einer Woche habe sich die Zahl der mutmaßlich mit Ebola infizierten Menschen im Kongo verdoppelt, so die WHO am Donnerstag in Genf. Aktuell wurden 62 Fälle gezählt. Zwischen dem 2. und 9. September seien 31 neue registriert worden. 35 Infizierte seien bislang gestorben, jedoch wurde das tödliche Virus nicht in jedem Fall eindeutig nachgewiesen.

Anderer Ebola-Stamm

Den Experten zufolge geht der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo auf einen anderen Ebola-Stamm zurück, als der in Westafrika. Bislang beschränkt sich der Ausbruch auf eine kleine Region in der nördlichen Provinz Equateur. In den westafrikanischen Staaten Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria waren bis zum 6. September rund 2300 Ebola-Todesfälle erfasst worden, etwa die Hälfte allein in Liberia.

Der Virus war im Wildfleisch

Nach WHO-Angaben erfolgte die ursprüngliche Virus-Übertragung im Kongo durch den Verzehr von Wildfleisch. Das erste Opfer war demnach eine schwangere Frau, die Fleisch eines erlegten Tieres gegessen hatte und einige Zeit danach mit Ebola-Symptomen starb. Kongo erhalte inzwischen umfangreiche internationale Unterstützung bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs. Auch die Bill Gates-Stiftung will den Kampf gegen Ebola in Afrika mit 50 Millionen Dollar unterstützen, wie am Mittwoch bekannt geworden ist.

dpa

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