Wer gesetzlich versichert ist, muss viele Behandlungen aus der eigenen Tasche zahlen, unter anderem den Besuch beim Heilpraktiker. Eine entsprechende Zusatzversicherung übernimmt einen Teil der Kosten – oder sogar den vollen Betrag. Auf dem Foto zu sehen: Eine Frau gibt eine Fußreflexzonen-Massage.
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Wer gesetzlich versichert ist, muss viele Behandlungen aus der eigenen Tasche zahlen, unter anderem den Besuch beim Heilpraktiker. Eine entsprechende Zusatzversicherung übernimmt einen Teil der Kosten – oder sogar den vollen Betrag.

Kosten sparen

Überblick über Krankenzusatzversicherungen: Wer einen Abschluss plant, sollte diese Regel beherzigen

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Viele Therapien werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, doch längst nicht alle. Eine Krankenzusatzversicherung lohnt sich in einigen Fällen.

Chefarztbehandlung, Zweibettzimmer im Krankenhaus, die Sitzung beim Heilpraktiker: Alles Leistungen, die von den meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht abgedeckt werden. Der Versicherte muss sie in der Regel aus der eigenen Tasche zahlen. Außer er hat eine entsprechende Krankenzusatzversicherung abgeschlossen. Welche Kosten übernommen werden, hängt vom abgeschlossenen Modell ab. Private Zusatzversicherungen verschiedener Anbieter unterscheiden sich in ihren Leistungen und Tarifen häufig stark voneinander, wie die Verbraucherzentrale informiert. Daher sollten sich Interessenten nicht nur ein Angebot vom Kooperationspartner ihrer Krankenkasse erstellen lassen, sondern zum Vergleich mehrere Offerten von verschiedenen Privatversicherungen einholen, so der Rat der Verbraucherzentrale.

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Ein Überblick über mögliche private Zusatzversicherungen:

  • Krankenhauszusatzversicherung: Wer diese abschließt, kann in Bezug auf Krankenhausaufenthalte den Status von Privatpatienten erlangen. Inklusive sind etwa die Wahl der Klinik, die Behandlung durch den Chefarzt oder ein Ein- oder Zweibettzimmer.
  • Krankenhaustagegeldversicherung: Dieses wird für die Tage ausbezahlt, die der Versicherte stationär in einer Klinik behandelt wird und kann etwa für die Nutzung von Telefon oder TV verwendet werden.
  • Krankentagegeldversicherung: Im Krankheitsfall wird der Lohn oder das Gehalt bis zu sechs Wochen vom Arbeitgeber weiter ausgezahlt, danach übernimmt die gesetzliche Krankenkasse 70 Prozent des Bruttoeinkommens. Mit Abschluss einer Krankentagegeldversicherung kann die Differenz zwischen diesem Krankengeld und dem Nettogehalt ausgeglichen werden.
  • Ambulante Zusatzversicherung: Diese Police übernimmt Kosten, wenn Kassenpatienten ambulant als Privatpatient behandelt werden wollen, informiert die Verbraucherzentrale.
  • Zusatz- und Ergänzungsversicherungen: Hierzu zählt etwa die Zahnzusatzversicherung. Auch Brillengläser und Kontaktlinsen können in Form einer Zuzahlung finanziert werden.
  • Auslandsreisekrankenversicherung

Krankenzusatzversicherung: Angebote vergleichen und Police so früh wie möglich abschließen

Welche Zusatzversicherung Sinn ergibt, ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen. Genaue Prüfung der Angebote lohnt sich, so die Stiftung Warentest. Denn die Tarife würden oft viel weniger leisten, als sie versprechen. Oft werben Versicherer etwa mit hoher Erstattung in Prozent. Vor allem bei Zahnersatz oder Heilpraktiker­leistungen beziehe sich dies aber oft nur auf einen kleinen Teil der Rechnung, so die Stiftung Warentest. Außerdem sollte eine Zusatzversicherung immer möglichst früh abgeschlossen werden – dann, wenn Sie noch ganz gesund sind und keine chronischen Leiden haben. Das gilt Stiftung Warentest zufolge besonders für Kranken­haus­zusatz- und Pflegezusatzversicherungen, die beim Abschluss im Senioren­alter sehr teuer sind.

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