50.000 neue Patienten jährlich

Krebs in der Lunge: Diagnose oft zu spät

Diagnose Lungenkrebs: Das sogenannte Bronchialkarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen. Und es wird oft zu spät erkannt.

Wie jetzt den schwedischen Autor Henning Mankell oder im vergangenen November den Münchner Regisseur Helmut Dietl trifft es in Deutschland jedes Jahr etwa 50.000 neue Patienten. Mit 40.000 Fällen ist der Lungenkrebs hierzulande die vierthäufigste Todesursache.

„Die Lebenserwartung ist abhängig von der Tumorart“, sagt der Münchner Internist und Lungenfacharzt Dr. Rainald Fischer. „Wenn der Krebs allerdings gestreut hat, ist die Krankheit schon sehr weit fortgeschritten, die Aussicht auf Heilung noch geringer.“

Dabei ergibt sich schon wenn der Lungenkrebs frühzeitig entdeckt wird laut American Cancer Society nur eine Überlebensquote von 47 Prozent.

„Als Behandlungsmethoden kommen eine Antikörpertherapie, Chemotherapie oder lokale Bestrahlungen infrage“, sagt Facharzt Dr. Fischer. Einige Tumorarten lassen sich in einem frühen Stadium auch gut operativ entfernen.

Allerdings wächst der Krebs in der gut behandelbaren Frühphase fast beschwerdefrei und wird deshalb allzuoft nicht rechtzeitig bemerkt. Entwickelt der Patient die ersten Symptome (z. B. chronische Heiserkeit oder Bluthusten), ist es dann oft für eine erfolgreiche Therapie schon zu spät.

tz

Rubriklistenbild: © dpa-mzv

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