+
Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC), eine Behörde der WHO, hatte am Montag davor gewarnt, dass der regelmäßige Verzehr von Wurst, Schinken und anderem verarbeiteten Fleisch des Krebsrisiko erhöhe.

"Krebserregend"

Was bedeuten die Einstufungen der IARC?

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine WHO Behörde, stuft Wurst und Schinken als krebserregend ein. Was bedeutet das eigentlich?

Chemikalien, Strahlungen, Bakterien, aber auch ein bestimmter Lebensstil können das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhen. 

Was bedeutet die Einstufung der IACR?

Im Fokus der IACR steht die Prävention von Krebserkrankungen. Deswegen analysiert die Einrichtung der WHO verschiedene Ursachen von Krebserkrankungen und nimmt eine Einstufung in fünf verschiedenen Kategorien vor.

  • Gruppe 1: karzinogen (krebserregend) für Menschen
  • Gruppe 2A: wahrscheinlich karzinogen
  • Gruppe 2B: möglicherweise karzinogen
  • Gruppe 3: nicht klassifiziert
  • Gruppe 4: wahrscheinlich nicht karzinogen

Die Klassifikation "Gruppe 1" wird nur verwendet, wenn überzeugende Hinweise und Liegen und ausreichende wissenschaftliche Studie vorliegen, dass eine Substanz Krebs verursacht, also wahrscheinlich krebserregend ist. Die Einteilung sagt allerdings nichts über das Krebsrisiko aus, also wie gefährlich ein Stoff ist. 

Die Experten haben mehr als 800 Studien ausgewertet, die sich mit dem Zusammenhang von Fleischverzehr und Krebsarten beschäftigen. Verarbeitete Fleischprodukte ordnete sie Gruppe 1 zu. Denn der Verzehr von verarbeiten Fleisch kann nach IARC Ansicht Darmkrebs verursachen. 

Die verarbeiteten Fleischerzeugnisse fügte die IACR nun der selben Kategorie krebserregender Stoffe hinzu, in der sich beispielsweise auch schon Tabakrauch und Asbest befinden.

Was sind verarbeite Fleischerzeugnisse?

Fleisch lässt sich beispielsweise durch salzen, pökeln, räuchern oder fermentieren verarbeiten und haltbar machen. Zu den laut der Studie potenziell gesundheitsschädlichen Produkten gehören daher zum Beispiel Würstchen, Dosenfleisch, Trockenfleisch oder Soßen auf fleischlicher Basis.

Laut der Agentur ist das individuelle Risiko einer Krebserkrankung durch den Verzehr verarbeiteter Fleischerzeugnisse statistisch gesehen "gering", steigt jedoch mit der gegessenen Fleischmenge. "Jede verzehrte Portion verarbeiteten Fleischs von täglich 50 Gramm erhöht das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent", hieß es in der IARC-Studie.

Fleischkonsum und Krebsrisiko: Die Menge macht's

Fleisch (besonders mageres Rindfleisch) ist ein wichtiger Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen.

 ml/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

ZeckTag: Diese App schützt Sie garantiert vor FSME-Viren
Endlich wieder Frühling – doch es ist auch Zeckenzeit. Damit Sie die lästigen Biester endlich ausfindig machen können, gibt es jetzt die App ZeckTag.
ZeckTag: Diese App schützt Sie garantiert vor FSME-Viren
Zucker-Schock: Die versteckten Kalorien in 60 Produkten
München - Die Stiftung Warentest schlägt Alarm: Der Zuckergehalt von Fertiglebensmitteln sei meist viel zu hoch, heißt es im neuen test-Heft der Stiftung. Der Check.
Zucker-Schock: Die versteckten Kalorien in 60 Produkten
Regierung klärt auf: Das steckt wirklich hinter Impf-Mythen
Impfen – ja oder nein? Die Bundesregierung räumt jetzt im Rahmen der Europäischen Impfwoche unter dem Motto "Impfungen wirken" mit den Gerüchten endgültig auf.
Regierung klärt auf: Das steckt wirklich hinter Impf-Mythen
Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie ein Jahr nicht duschen
Einen oder zwei Tage nicht duschen - völlig in Ordnung. Was aber passiert, wenn man sich ein ganzes Jahr lang nicht mehr wäscht?
Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie ein Jahr nicht duschen

Kommentare