Sehr schwere Coronavirus-Infektionen müssen in Kliniken behandelt werden. Mitarbeiter des Medizinischen Personals auf Intensivstationen halten im Umgang mit Covid-19-Patienten strenge Hygienevorschriften ein. 
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Sehr schwere Coronavirus-Infektionen müssen in Kliniken behandelt werden. Mitarbeiter des Medizinischen Personals auf Intensivstationen halten im Umgang mit Covid-19-Patienten strenge Hygienevorschriften ein. 

Lungenfacharzt informiert

Coronavirus: Diese drei Faktoren entscheiden, ob Covid-19 kritisch verläuft

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Die meisten Coronavirus-Infektionen verlaufen zwar glimpflich, doch rund sechs Prozent der Fälle werden als kritisch eingestuft. Folgende Umstände nehmen maßgeblich Einfluss. 

  • In Deutschland wurden bisher 168.162 Fälle der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. 139.900 Menschen gelten als wieder vollständig genesen. (Stand 07.05.2020)
  • Das Robert Koch-Institut meldet einen milden bis moderaten Verlauf der Infektionen bei rund 80 Prozent der Patienten. 14 Prozent erkranken schwerer und bekommen Fieber, Husten und andere deutliche Symptome*. 
  • Sechs Prozent der Covid-19-Verläufe werden als kritisch bis lebensbedrohlich eingestuft. Patienten leiden an schwerer Atemnot und Lungenentzündung. In lebensbedrohlichen Notfällen kommt es zu Lungenversagen oder multiplem Organversagen. 

Viele Faktoren beeinflussen den Verlauf einer Coronavirus-Infektion. Dazu zählen vor allem bestehende Vorerkrankungen, das Alter und der Gesundheitszustand der Lunge. So leiden Raucher viel häufiger an schwerwiegenden Symptomen als Nichtraucher*. 

Pneumologe Michael Barczok ist praktizierender Arzt am Lungenzentrum Ulm und behandelt täglich Covid-19-Patienten. Er macht folgende drei Faktoren für die Ausprägung der Lungenkrankheit verantwortlich

Symptomfrei oder kritisch? Was über die Schwere von Coronavirus-Infektionen entscheidet

1. Wie tief der Virus in die Lunge eindringt, bestimmt maßgeblich den Verlauf der Krankheit: "Warum er bei manchen Menschen tiefer in die Lunge eindringt als bei anderen, das wissen wir bislang nicht genau", zitiert der Fokus Lungenfacharzt Michael Barczok. Allerdings sei der Zustand der Flimmerhärchen in den Bronchien entscheidend: Diese müssen in der Lage sein, Krankheitserreger wie Viren, Pollen und Dreck aus den Lungen zu befördern. "Bei Rauchern ist diese ‚Müllabfuhr‘ eingeschränkt, sie sind deshalb stärker gefährdet", so Barczok.

2. Ein intaktes Immunsystem beugt schweren Covid-19-Verläufen vor: Vorerkrankungen und auch ein gehobenes Alter bedeuten für das körpereigene Abwehrsystem, dass es im Falle einer Coronavirus-Infektion auf Anschlag arbeiten muss*. Tritt dieser Fall ein, kommt es häufiger zu schweren Krankheitsverläufen als bei immunstarken Menschen.  

3. Wie viele Viren befinden sich im Körper? Pneumologe Barczok geht davon aus, dass die Viruslast - also die Menge der Viren im Körper - über Leben und Tod entscheiden kann. "Handelt es sich nur um einige wenige Erreger, kann der Körper diese lokal abfangen und Abwehrstoffe bilden", so der Facharzt. Es kommt zu einem unkomplizierten Verlauf. "Wenn Ihnen jedoch ein Infizierter ins Gesicht niest, atmen Sie sofort eine extrem hohe Virusmenge ein. Und die können selbst das beste Immunsystem überrennen". Mundschutzmasken* könnten dem Mediziner zufolge helfen, um dieses Risiko zu senken. 

Video: Coronavirus - typische Symptome bei Covid-19

Mehr Quellen: www.rki.de

WeiterlesenMedikamente gegen Covid-19: Uniklinik Erlangen meldet erfolgreiche Antikörper-Therapie.

jg

Warum uns die Natur so gut tut

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