+
Wer einen Bürojob hat, sollte sich wohl künftig besser einen Stehtisch organisieren.

Nicht einmal Sport hilft

Neue Studie schockt mit Ergebnis: Zu langes Sitzen soll Sie dumm machen

  • schließen

Lahmer Stoffwechsel, Rücken- und Augenschmerzen: Wer stundenlang im Büro sitzt, muss mit allerhand gesundheitlichen Nebenwirkungen rechnen. Doch es kommt noch dicker.

Haben Sie einen Bürojob? Sitzen Sie die meiste Zeit des Tages? Dann sollten Sie überlegen, öfters mal zwischendurch aufzustehen. Ansonsten kann es passieren, dass es sich auf Ihr Gehirn schlägt! Das haben nun zumindest neue Studien von Forschern der Universität von Los Angeles (UCLA) ergeben.

Neue Studie zeigt: Zu langes Sitzen beeinträchtigt die Gehirnfähigkeit

Ihre Vermutung: Langes und häufiges Sitzen lässt das Gehirn schrumpfen. Dazu untersuchten die Wissenschaftler um Studienleiter David Merril 35 Menschen im Alter zwischen 45 und 72 Jahren. Von diesen erstellten sie ein Bewegungs- und Sitzprotokoll. So gaben die Studienteilnehmer an, durchschnittlich etwa drei bis sieben Stunden pro Tag im Sitzen zu verbringen. Anschließend beobachteten die Forscher deren Hirnaktivität im Kernspintomographen.

Dabei stockte den Neurowissenschaftlern der Atem: Angeblich sollen sie eine Abnahme einer bestimmten Gehirnregion beobachtet haben, die für das Bilden von neuen Erinnerungen zuständig ist. Sie schlussfolgerten, dass wohl der sogenannte mediale Teil des Temporallappens durch das häufige Sitzen ausgedünnt worden war. Außerdem ergaben die Messungen, dass mit jeder Stunde Sitzen die Hirndicke zunehmend abnahm. Das Pikante daran: Dieser Abbau von Gehirngewebe soll Medizinern zufolge im fortgeschrittenem Alter Demenz begünstigen.

Studienergebnisse wirklich haltbar? Nicht einmal viel Sport soll helfen

Allerdings gaben die Wissenschaftler an, dass sie nicht kontrollierten, wie oft und ob die Probanden – während sie ihrer sitzenden Tätigkeit nachgingen – auch mal aufstanden oder sich bewegten. Dennoch bezweifeln sie, dass regelmäßige Bewegung die Ausdünnung der Gehirnregion aufhält. Sie vermuten sogar, dass nicht einmal intensive körperliche Anstrengung diesen schädlichen Effekt entgegenwirken könne.

Um weitere Faktoren (wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder Gewicht) miteinzuschließen, hat das Forscherteam daher nun verkündet, bald in eine Langzeitstudie zu gehen. Ihre aktuellen Ergebnisse wurden im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht.

Lesen Sie auch: Diese Studie enthüllt, dass unser IQ rasant abfallen soll - darum schlagen Ärzte jetzt Alarm.

jp

So erkennen Sie einen Schlaganfall

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus: Diese Symptome sind typisch nach einer Covid19-Infektion
Immer mehr Fälle des mysteriösen Coronavirus aus China werden weltweit bekannt - auch in Deutschland. Doch was sind die Symptome der Lungenkrankheit?
Coronavirus: Diese Symptome sind typisch nach einer Covid19-Infektion
Wenn Knochen an den falschen Stellen wachsen
Es klingt wie aus einem Horrorfilm, ist aber für mindestens 40 Menschen in Deutschland Realität: Dort, wo vor kurzem noch Gewebe war, wachsen bei ihnen Knochen. Die …
Wenn Knochen an den falschen Stellen wachsen
Corona-Epidemie: Desinfektionsmittel ausverkauft? So stellen Sie es selbst her
Desinfektionsmittel sollen Viren und Bakterien abtöten und so vor Krankheiten schützen. Doch in Hinblick auf das Coronavirus herrschen besondere Empfehlungen.
Corona-Epidemie: Desinfektionsmittel ausverkauft? So stellen Sie es selbst her
Bluthochdruck? Warum Sie Ihre Tabletten niemals morgens nehmen sollten
Wann Arzneimittel eingenommen werden, kann einen immensen Einfluss auf deren Wirkung haben. Das zeigt sich auch bei Blutdruckpatienten. Forscher fanden jetzt die …
Bluthochdruck? Warum Sie Ihre Tabletten niemals morgens nehmen sollten

Kommentare