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Lebensmittel haben ab November mehr Kalorien

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Durch die Änderung wird man zwar nicht dicker, aber man muss seine Zählung anpassen © dpa

München - Wer dem Volkssport Kalorienzählen frönt, muss sich ab November umstellen: Denn für viele Lebensmittel schlagen dann andere Zahlen zu Buche.

Beeren, Birnen, Äpfel, Erbsen, Möhren und Brokkoli: Beim Volkssport Kalorienzählen wird dieses Obst und Gemüse ab 1. November eine weitaus größere Rolle spielen. Dann sind Ballaststoffe nicht mehr kalorienfrei und werden mit zwei Kilokalorien pro Gramm gewertet.

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Karotten sind ballaststoff- und so künftig kalorienreich © dapd

Grund für die Änderung ist die in Kraft tretende neue Nährwert-Kennzeichnungsverordnung. „Egal ob Müsli, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte: Alle Lebensmittel, die Ballaststoffe enthalten, haben plötzlich mehr Kalorien“, sagt Elke Katschmarek vom Verbraucherservice Bayern. 60 Kalorien nimmt dann ein Deutscher automatisch mehr zu sich, wenn er sich lehrbuchmäßig ernährt und 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag verzehrt. Frauen verbuchen damit bei täglichen 1500 Kilokalorien ein Plus von zwei Prozent.

Lebensmittelmythen - Hätten Sie's gewusst?

Ballaststoffe selbst enthalten eigentlich keine Kalorien. Bei ihrem Abbau entstehen aber etwa Milchsäuren, die dafür einen geringen Kaloriengehalt aufweisen. Der Verbraucherservice Bayern warnt davor, sich von den gestiegenen Kalorienzahlen beeinflussen zu lassen. Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte seien wichtig für eine ausgewogene Ernährung.

tz

So viele Kalorien stecken drin

Stoff je 1 GrammkcalkJ
Eiweiß4,017
Kohlenhydrate4,017
mehrwertige Alkohole2,410
Ethylalkohol7,029
Fett9,037
organische Säuren, Fruchtsäuren3,013
Fett-Ersatzstoff Salatrims6,025
Ballaststoffe2,08
Zuckerersatzstoff  Erythritol00

kcal: Kilokalorien; kJ: Kilojoule

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