+
„Die Luft, die wir atmen, ist mit einer Mischung aus krebserregenden Stoffen verunreinigt“, sagte Kurt Straif von der Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC).

Feinstaub und Co.

Luftverschmutzung ist offiziell ein Krebsrisiko

Paris/Genf - Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Luftverschmutzung als wichtige Ursache für Krebserkrankungen eingestuft.

Nach Angaben der zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörenden Agentur in Genf liegen ausreichende Beweise vor, dass Luftverschmutzung im Freien Lungenkrebs verursachen kann. Auch Feinstaub sei als wichtiger Bestandteil der Luftverschmutzung als krebserregend eingestuft worden.

Trotz regional teils sehr unterschiedlicher Zusammensetzung und Intensität von Luftverschmutzung gelten die Schlussfolgerungen laut IARC weltweit. Es sei bereits bekannt, dass Luftverschmutzung das Risiko für Atemwegs- und Herzerkrankungen erhöht. Nach den nun ausgewerteten Daten gehen die Forscher davon aus, dass im Jahr 2010 etwa 230.000 Todesfälle durch Lungenkrebs auf Luftverschmutzung zurückgehen.

„Die Luft, die wir atmen, ist mit einer Mischung aus krebserregenden Stoffen verunreinigt“, sagte Kurt Straif von der in Lyon angesiedelten IARC. „Wir wissen jetzt, dass Luftverschmutzung nicht nur eine große Gefahr für die allgemeine Gesundheit, sondern auch ein entscheidender Umwelteinfluss für tödliche Krebserkrankungen ist.“ Für die Studie wertete die Agentur nach eigenen Angaben mehr als 1000 wissenschaftliche Untersuchungen aus.

Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format

Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format

AFP

Giftiger Staub: Machen Laserdrucker krank?

Zu schlechte Luft in sehr vielen Großstädten

Fiese Luftverschmutzer im XXL-Format

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ritalin für Erwachsene: Wenn der Vorhang verschwindet
Nicht nur Kinder leiden an ADHS, auch Erwachsene bekommen Medikamente gegen Aufmerksamkeitsstörungen verschrieben. Vielen verhelfe das Medikament zu einem besseren …
Ritalin für Erwachsene: Wenn der Vorhang verschwindet
Resilienz: So trainiert man die eigene Widerstandskraft
Manche Menschen wirft nichts aus der Bahn. Von Natur aus gegeben ist das nicht. Wer sich also bei Krisen am liebsten tot stellt und so nicht weiterkommt, sollte sich ein …
Resilienz: So trainiert man die eigene Widerstandskraft
Broken-Heart-Syndrom: Wenn das Herz aus dem Takt gerät
Manchen Menschen schlägt Stress im wahrsten Sinne des Wortes aufs Herz. Sie reagieren mit Beschwerden, die denen bei einem Herzinfarkt gleichen. Das vor etwas mehr als …
Broken-Heart-Syndrom: Wenn das Herz aus dem Takt gerät
25 Jahre Feldversuch: Bewegung hält jung
Vor 25 Jahren fing alles an: Forscher der Karlsruher Universität begannen mit einer einmaligen Langzeitstudie zu Gesundheit und Bewegung. Viermal werteten sie die …
25 Jahre Feldversuch: Bewegung hält jung

Kommentare