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Typisch für Migräne sind starke Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit.

Mittel gegen den Schmerz

Medikamente gegen Migräne bei Stiftung Warentest: Welche helfen wirklich?

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Ungefähr jeder siebte Deutsche soll regelmäßig Migräne-Attacken haben. Im Akutfall helfen nur noch starke Schmerzmittel - doch welche eignen sich wirklich? Und was bringt die vorbeugende Einnahme?

Bei Migräne können schlimme Kopfschmerzen sogar mit Erbrechen und Sehstörungen einhergehen. Patienten berichten auch oft, dass Geräusche, Licht, Gerüche und auch Bewegung die Beschwerden noch verschlimmern. Im Akutfall bleibt dann nur noch der Griff zu starken Schmerzmitteln. Damit es erst gar nicht so weit kommt, verschreiben Ärzte auch vorbeugend Präparate, die den Ausbruch einer Migräne-Attacke verhindern sollen. Welche Medikamente hier besser geeignet sind als andere, hat die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest getestet.

Hat die Migräne einen fest in der Hand, gibt es neben rezeptpflichtigen auch viele rezeptfreie Medikamente, die man sich in der Apotheke besorgen kann. Brausetabletten sollen hier besonders schnell wirken. Die Stiftung Warentest testete, welche Präparate zur vorbeugenden Therapie und welche für den Akutfall geeignet sind. Dabei würde sich die Auswahl des passenden Präparats jedoch sehr nach Schwere, Häufigkeit und Begleiterkrankungen richten. Für Kinder und Schwangere ist die vorherige Absprache mit einem Arzt sehr wichtig, so die Stiftung Warentest.

Was tun bei leichten bis schweren Migräne-Attacken?

Bei leichten und mittleren Attacken sind laut Stiftung Warentest rezeptfreie Präparate mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure zu empfehlen. Migräne-Patienten sollen diese nicht zu spät einnehmen, sondern am besten bei den ersten Anzeichen. Die Dosierung sollte dabei höher sein als bei normalem Kopfschmerz: bei Produkten mit Acetylsalicylsäure und Paracetamol 1.000 Milligramm und bei Ibuprofen sollten 400 Milligramm eingenommen werden.

Reichen diese Schmerzmittel nicht aus, können Triptane eingesetzt werden. Dieser Wirkstoff hemmt die entzündlichen Prozesse während einer Migräneattacke. Zu wirkungsvollen Präparaten zählen Relpax, Allegro, Ascotop, Maxalt oder Naramig, die fast alle rezeptpflichtig sind.

Lesen Sie auch: Migräne adé - so wirkt Bier gegen Kopfschmerzen.

Migräne vorbeugen mit den richtigen Präparaten

Als Begleiterscheinung von Migräne kommt häufig Übelkeit vor. Gegen diese und den typischen Brechreiz sind Produkte mit dem Wirkstoff Metoclopramid empfehlenswert wie etwa MCP AL oder MCP Hexal.

Für Patienten, die häufig an Migräne leiden, ist die vorbeugende Einnahme von Migräne-Mitteln eine Option. Geeignet sind hier rezeptpflichtige Arzneien wie Betablocker (etwa Metoprolol). Wenn diese nicht die gewünschte Wirkung erzielen, können Ärzte auch Arzneien mit den Wirkstoffen Topiramat oder Botulinumtoxin (Wirkstoff in Botox) verschreiben. Beide Präparate sollen jedoch nur von Menschen verwendet werden, die mehr als 15 Kopfschmerztage im Monat haben. Botox gibt es als Spritze: Alle paar Monate spritzt es der Arzt in die Muskeln im Kopf- und Nackenbereich.

Mehr zum Thema: Neuartige Therapie bei Migräne - was bringen Migräne-Spritzen?

Weiterlesen: Krankschreibung - diese Diagnosen stecken wirklich hinter den Codes.

jg

Helfende Handgriffe: Impulse zur Selbstheilung

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