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Immer öfter müssen auch Kinder und Jugendliche wegen einer Depression stationär behandelt werden.

Tendenz steigend

Mehr Jugendliche wegen Depression in Klinik

Lernstress, Mobbing, Selbstzweifel: Immer mehr Jugendliche in Deutschland werden wegen einer Depression im Krankenhaus behandelt. Zwischen 2004 und 2012 hat sich die Zahl verdreifacht.

Depression ist kein Problem von Erwachsenen. Einer Studie der DAK zufolge sind in Deutschland immer häufiger Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren betroffen. Die Zahl der jungen Patienten, die stationär behandelt werden mussten, hat sich zwischen 2004 und 2012 etwa verdreifacht. Einer der Grpnde für den Anstieg ist Experten zufolge die erhöhte Sensibilität für das Thema. Depression werde zunehmend enttabuisiert.

„Auch werden Anzeichen für eine depressive Störung viel eher erkannt“, sagt Psychologe Frank Meiners. Die Therapiemöglichkeiten seien heute gut: „Bei einer frühen Behandlung sinkt die Gefahr, dass eine Depression einen chronischen Verlauf nimmt.“

Mädchen öfter betroffen als Jungen

Bei den unter 15- bis 20-Jährigen gab es der DAK-Statistik zufolge 2004 bundesweit 3426 Fälle, 2012 bereits 9939. Auch bei Kindern im Alter zwischen 10 und 15 Jahren stieg die Zahl der stationären Behandlungen im gleichen Zeitraum von 750 auf 2628 Fälle stark an. Auffallend ist: Im Kindesalter leiden Mädchen und Jungen ungefähr gleich oft unter einer Depression, bei Jugendlichen sind Mädchen doppelt so häufig betroffen wie Jungs.

Stimmungsschwankungen, schlechte Schulnoten und agressives Verhalten müssen jedoch nicht unbedingt Symptome einer Depression sein, sondern können auch Teil der pubertären Selbstfindung sein. Kommen jedoch dauerhafte Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Gewichtsverlust hinzu, sollten Betroffene der DAK zufolge ärztlichen Rat einholen.

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