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Migräne ist weit mehr als normaler Kopfschmerz: Neue nebenwirkungsarme Medikamente sollen die Therapie verbessern.

Attacken bekämpfen

Nie mehr Kopfschmerzen: Diese neue Therapie lässt Migräne-Patienten hoffen

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Wenn Schmerzmittel nicht helfen, weil Migräne-Attacken zu heftig sind, verschreiben Mediziner Triptane. Doch dieses Präparat ist nicht für jeden geeignet. Neue Medikamente sollen die Lücke schließen.

Migräne-Attacken haben mit normalem Kopfschmerz nichts zu tun. Betroffene haben unerträgliche, pulsierende, oft einseitige Kopfschmerzen, die mit Licht- und Lärmempfindlichkeit und Übelkeit einhergehen. Bei eher leichten Migräne-Attacken können bereits Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol und nichtsteroidale Antirheumatika die Schmerzen lindern. Hat jemand regelmäßig sehr starke Migräne-Anfälle, sind aktuell Triptane das Mittel der Wahl - doch neue vielversprechende Medikamente stehen kurz vor der Zulassung.

Triptane verengen die Gefäße: Folgende Risikogruppen sind gefährdet

Triptane können nicht von allen Migräne-Patienten genommen werden, weil sie nicht nur schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten, sondern auch die Gefäße verengen. Deshalb bergen die Medikamente vor allem für folgende Menschen Gefahren:

  • Personen mit erhöhtem Thromboserisiko
  • Patienten, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten
  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns

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Lasmiditan, Ubrogepant und Rimegepant: Neue Wirkstoffe gegen den Schmerz

Neu entwickelte Migräne-Medikamente sollen in Zukunft genau diesen Patienten helfen: Es handelt sich um die Substanzen Lasmiditan, Ubrogepant und Rimegepant. Die Wirkstoffe wurden bereits in Studien als geeignete Alternative zu Triptanen bewertet, jedoch fehlen bisher direkte Vergleichsstudien mit der Triptan-Therapie. Die neuen Substanzen sollen zwar weniger wirksam sein wie Triptane, wie die deutsche Gesellschaft für Neurologie meldet, doch Professor Dr. Hans-Christoph Diener als Pressesprecher des Vereins hält fest: "Dennoch sind sie für Patienten mit schwerer Migräne, bei denen Triptane kontraindiziert sind, eine lang ersehnte und wichtige Therapieoption. Man darf nicht vergessen, dass es für diese Patienten bislang gar keine Akuttherapie der Migräne gab. Jeder, der weiß, wie schmerzhaft und stark beeinträchtigend ein schwerer Migräneanfall sein kann, wird verstehen, dass in dieser Situation auch Therapien, die etwas weniger wirksam als erhofft sind, die Lebensqualität deutlich steigern können".

Video: Neue Erfindung lässt Migräne-Symptome in Sekunden verschwinden

Die neuen Wirkstoffe gegen Migräne werden aktuell klinisch geprüft, was bedeutet, dass sie auf ihre Verträglichkeit und ihre Wirksamkeit hin getestet werden, bevor sie als Arzneimittel auf dem Markt erhältlich sein werden.

Lesen Sie auch: Fatale Suchtwelle in den USA: Deshalb könnte die Schmerzmittel-Krise auch uns erreichen.

jg

Helfende Handgriffe: Impulse zur Selbstheilung

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