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In horizontaler Körperhaltung macht sich in Essen auf der FIBO Messe ein Mitarbeiter einer vertretenen Firma fit.

Messe zeigt aktuelle Fitnesstrends

Essen - Kriechen auf allen Vieren, Hängen an einer Yoga-Wand oder Hüft-Wackeln mit dem Hula-Hoop: Bei der weltgrößten Fitness-Messe Fibo geht es ums Schwitzen in allen Variationen.

Strampeln für Strom: Mit neuen Fitnessgeräten sollen Studio-Betreiber künftig ihre Energiekosten reduzieren. Dafür muss die zahlende Kundschaft allerdings kräftig in die Pedale treten. Angezeigt wird erzeugte Leistung jeweils individuell auf einem Bildschirm. “Energiesparen ist der Zeitgeist“, ist sich Volker Hoyer sicher. Hoyer präsentiert die neue Geräteserie einer Firma aus Taiwan erstmals auf der weltgrößten Fitness-Messe Fibo in Essen. Mehr als 600 Aussteller zeigen dort bis Sonntag Trends und Ideen rund um das Thema Fitness.

Auch für Eltern ohne Babysitter ist Hilfe in Sicht: Wer den Nachwuchs einfach mit einem Gurt am Bauch oder an die Unterschenkel schnallt, kann mit Kind weitertrainieren, verspricht jedenfalls Rebecca Köhler von dem bayerischen Hersteller.

Kundschaft bis ins hohe Rentenalter will ein Anbieter von Hula-Hoop-Reifen gewinnen. Mit einem Gewicht von bis zu 2,2 Kilo ist der Reifen deutlich schwerer als seine Vorgänger aus den 50er Jahren und soll ein effektives Ganzkörpertraining ermöglichen. Bei Männern stößt das knallbunte Gerät allerdings noch auf Skepsis: “Damit trainieren zu 80 Prozent Frauen“, berichtet Entwickler Dominik Villwock.

Ähnliche Probleme hat ein britischer Hersteller von Tanzstangen. Der Trend von der Insel soll mit akrobatisch anmutenden Übungen den ganzen Körper stählen. Angeboten werden die chromblitzenden Stangen auch für den Gebrauch im heimischen Wohnzimmer. “Männer tun sich damit noch etwas schwer“, bedauert Trainerin Zuzana Fuciková.

Einen gesunden Rücken durch Kriechbewegungen auf allen Vieren verspricht eine Innovation aus Shanghai. Mit Hilfe der neu entwickelten Maschine sollen Erkenntnisse aus der klassischen chinesischen Medizin umgesetzt werden, preist Verkaufsmanager Jacky Zhang die Entwicklung aus Fernost an.

In Gurten sollen sich dagegen Freunde der indischen Heilgymnastik an einer Yoga-Wand mit dem Kopf nach unten hängen, um Entspannung zu erlangen. Für ganz Entschlossene gibt es die Wand auch für zu Hause in verschiedenen Holzarten.

Gar nicht mittelalterlich findet ein Hersteller einer modernen Streckbank sein Produkt. Durch das Auseinanderziehen des Körpers auf einem Tisch verspricht Christoph Delzer von einem norddeutschen Hersteller eine Entlastung der Wirbelsäule. Schmerzen seien dabei nicht vorgesehen, betont er. Zur Demonstration zieht eine Maschine immer wieder eine Plastik-Wirbelsäule in die Länge.

dpa

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