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Messie-Syndrom: Hilfe beim Haushalt löst nicht das Problem

Was hilft beim Messie-Syndrom

Hilfe für Menschen mit dem Messie-Syndrom darf sich nicht auf Unterstützung bei der Bewältigung des Haushalts oder auf Aufräum- und Entrümpelungsarbeiten beschränken.

 „Messies sind oft Menschen mit ausgeprägten Desorganisationsproblemen. Sie leiden unter anderem darunter, dass ihre Gedanken immer wieder um die Bewältigung der einfachsten anfallenden Arbeiten kreisen und Entscheidungsschwierigkeiten sie daran hindern, diese Dinge zu verrichten“, erklärt Sabine Herpertz von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN). „Wenn ihre Wohnung aufgeräumt oder geräumt wird, wird dies nicht zur Problembehebung führen, solange das innere Chaos weiter besteht.“

Helfen kann eine Psychotherapie, aber nur dann, wenn der Betroffene den Willen hat, an seiner Situation etwas zu verändern. Viele lehnen zunächst Hilfsangebote ab und nehmen diese erst an, wenn sie mit erheblichen Konsequenzen, wie der Kündigung der Wohnung konfrontiert sind, wie die DGPPN erläutert.

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Bei der Therapie geht es darum, die betroffene Person in die Lage zu versetzen, sich besser organisieren zu können und sie seelisch zu stärken. „Eine Verhaltenstherapie, in denen die Gründe und Ursachen mit dem Therapeuten besprochen und bestimmte Verhaltensformen festgelegt werden, kann erfolgreich sein. Schritt für Schritt können beispielsweise Bereiche in der Wohnung ausgewählt werden, die in Ordnung gehalten werden“, erklärt Herpertz. Neben einer solchen Therapie sei es meist sinnvoll, auch die Angehörigen einzubeziehen und zu unterstützen.

Das Messie-Syndrom tritt in allen sozialen Schichten, Einkommens- und Altersklassen auf. Es kann sich eigenständig entwickeln aber auch Begleitumstand verschiedener psychiatrischer Krankheitsbilder sein.

dapd

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