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Beim Badmintonspielen können Hobbysportler sich so richtig verausgaben - unabhängig von Wind und Wetter.

Spaß in der Halle

Mit Badminton zu mehr Koordination und Ausdauer

Saarbrücken - Wer keine Lust auf Fitnessstudio oder Joggen hat, sollte es mal mit Badminton versuchen.

"Badminton ist eine Sportart mit Spielcharakter und großem Spaßfaktor für Jung und Alt. Bereits nach wenigen Trainingseinheiten kann man große Fortschritte erkennen", sagt Marcel Reuter, mehrfacher Deutscher Badminton-Meister und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken.

Hinzu kommt der Vorteil für die körperliche Leistungsfähigkeit: Badminton stellt hohe Anforderungen an Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit sowie Technik und Taktik. "Gerade bei Anfängern ist die Schlagtechnik wichtig", erklärt Reuter. So könne man die Fluggeschwindigkeit und Richtung des Balles bestimmen und dadurch den Gegner unter Druck setzen.

Badminton trainiert zudem viele Muskeln. "Durch die schnellen Richtungswechsel nach links, rechts, vorne und hinten wird die gesamte Rumpfmuskulatur, genaugenommen die Rückenmuskulatur sowie die gerade und seitliche Bauchmuskulatur, aktiviert und gestärkt", sagt Reuter. Eine charakteristische Bewegung des Sports ist auch der tiefe Ausfallschritt: Er trainiert die Oberschenkel- und Gesäßmuskeln. Auch das Herz-Kreislauf-System profitiert vom regelmäßigen Badmintonspielen. Der hohe Energieverbrauch hilft zudem beim Abnehmen.

Da Badminton ein Hallensport ist, lässt er sich zu jeder Jahreszeit ausüben - unabhängig von Wind und Wetter. "Hat man dann noch die richtige Ausrüstung, so steht einem positiven Sporterlebnis nichts mehr im Wege", erklärt der Experte. Für Anfänger sei ein Schläger in der unteren Preisklasse von 50 bis 70 Euro ausreichend. Vor dem Kauf sollte man verschiedene Modelle in die Hand nehmen, am besten in einem Fachgeschäft mit Beratung.

Besonders wichtig ist das passende Schuhwerk: Für den Hallensport sollten es Schuhe mit weißen, glatten und abriebfesten Sohlen sowie ausreichender Dämpfung sein. Sie vermeiden das Wegrutschen und bieten Stabilität für die Bänder. Das ist wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. "Wer verletzt ist, besonders Knie- oder Sprunggelenksverletzungen, sollte vor dem Einstieg ins Badmintontraining wieder über eine volle Belastbarkeit verfügen, eine vorherige Absprache mit dem Arzt ist dabei unbedingt notwendig", betont Reuter.

Wer mit diesem Sport anfangen möchte, findet sicherlich in seiner Nähe einen Verein, der Badminton anbietet. Bei der Auswahl sollte man auf eine durchgehende Betreuung durch qualifizierte Trainer achten, um optimal und gesundheitsorientiert trainieren zu können.

dpa-infocom

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