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Symptome von Morbus Crohn ernst nehmen: Vor allem junge Menschen leiden an chronischer Darmentzündung

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Von: Juliane Gutmann

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Im Evangelischen Krankenhaus Lutherstift im brandenburgischen Seelow wird bei einer Patientin im Zuge der Krebsvorsorge eine Darmspiegelung durchgeführt. Dieser kommt auch bei der Diagnose von Morbus Crohn eine wichtige Rolle zu. (Archivbild)
Im Evangelischen Krankenhaus Lutherstift im brandenburgischen Seelow wird bei einer Patientin im Zuge der Krebsvorsorge eine Darmspiegelung durchgeführt. Dieser kommt auch bei der Diagnose von Morbus Crohn eine wichtige Rolle zu. (Archivbild) © Patrick Pleul/dpa

Morbus Crohn ist eine chronische Darmerkrankung, die mit Entzündungen im gesamten Verdauungstrakt einhergehen kann. Erfahren Sie hier mehr über Anzeichen und Behandlung.

Morbus Crohn zählt zu den Autoimmunkrankheiten. Eine fehlgeleitete Immunreaktion des Körpers führt dazu, dass sich die Schleimhäute im Verdauungstrakt entzünden und so Schaden nehmen. Bei Morbus Crohn kann sich die Schleimhaut des gesamten Verdauungstraktes von der Mundhöhle bis zum After entzünden, wie das Portal Internisten im Netz informiert. Die chronische Entzündung hat für Patienten immer wiederkehrende Beschwerden zur Folge, die den Alltag massiv einschränken können. Typisch ist dem Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs zufolge, dass sich Erkrankungsschübe mit beschwerdefreien Phasen abwechseln.

In Deutschland leiden etwa 120 bis 200 Menschen pro 100.000 Einwohner an Morbus Crohn, so die Internisten im Netz. Jedes Jahr würden etwa fünf Menschen pro 100.000 Einwohner in Deutschland neu erkranken – vor allem Jüngere. Die Erstdiagnose werde meist bei Patienten zwischen 20 und 30 Jahren gestellt.

Typische Symptome, die auf Morbus Crohn hindeuten

Die Erkrankung verläuft schubweise: Phasen mit mehr oder weniger starken Beschwerden wechseln dabei mit Phasen ab, in denen der Patient keine oder nur wenige Symptome hat, so die Internisten im Netz. Neben der Darmwand könnten auch umliegende Gewebe wie die Lymphknoten von der Entzündung betroffen sein. Am häufigsten seien allerdings der letzte Teil des Dünndarms und der Dickdarm betroffen, was sich bei einem akuten Schub durch teils extreme krampfartige Bauchschmerzen äußert. Folgende Anzeichen sind dem klinischen Wörterbuch Pschyrembel zufolge typisch für eine Morbus Crohn-Erkrankung:

Diagnose: So wird Morbus Crohn festgestellt

Der behandelnde Arzt wird dem Pschyrembel zufolge im Anamnese-Gespräch zuerst abfragen, ob es innerhalb der Familie Fälle von schub­weise ver­laufenden chronisch-ent­zünd­lichen Dar­merkrankungen gibt, ob der Betroffene raucht und ob der Blinddarm entfernt wurde. Auch wird er abklären, ob Sie an in­fektiöser Gastro­en­teri­tis leiden, die häu­fig ei­ner chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn vorhergeht. Eine körperliche Untersuchung soll zudem aufklären, ob der Patient Haut­verän­derun­gen aufweist, ob Fistelöff­nun­gen am Körper erkennbar sind und der Patient fiebert. Auch wird der Arzt den Bauch abtasten und weitere Fragen klären wie etwa, ob es zu Gewichtsverlust gekommen ist oder wie es um den Stuhl des Patienten bestellt ist. Auch Blut- und Stuhltests, bildgebende Verfahren wie MRT und Darmspiegelung kommen im Rahmen der Diagnose zum Einsatz.

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Behandlung von Morbus Crohn

Eine frühzeitige Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ist vor allem deshalb wichtig, weil sie zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann. Dem Medizinportal MSD Manual zufolge kann ein unbehandelter Morbus Crohn zu Darmblockierung, Darmriss, Abszessen im Bauchraum bis hin zu Darmkrebs führen.

Um die Abheilung der Entzündungen zu unterstützen und die Symptome zu lindern, gibt es MSD Manual zufolge eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, dazu zählen:

Auch die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle in der Behandlung von Morbus Crohn. So sollten sich Betroffene MSD Manual zufolge während der Krankheitsschübe oder bei Darmblockierungen ballaststoffarm ernähren. Generell sollten Patienten darauf achten, wenig säurehaltige Lebensmittel wie Kaffee oder Fruchtsäfte zu sich zu nehmen, weil diese die Magen- und Darmschleimhaut reizen. Viele Betroffene berichten zudem, dass Bewegung und Entspannung – etwa durch Meditation – sich positiv auswirken. (jg)

Mehr Quellen: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/morbus-crohn/

Weiterlesen: Reizdarmsyndrom: So sagen Sie Magen- und Darmproblemen den Kampf an.

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