Eine Frau liegt auf dem Sofa und hat ihre Hände auf den Bauch gelegt. (Symbolbild)
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Morbus Crohn ist für die Patienten sehr unangenehm. Die Krankheit führt unter anderem zu Durchfall und Erbrechen (Symbolbild).

Entzündungen im Verdauungstrakt

Morbus Crohn: Wieso die richtige Ernährung so wichtig ist – und auf was Betroffene unbedingt verzichten sollten

  • Laura Wittstruck
    VonLaura Wittstruck
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Bei Morbus Crohn entzündet sich der Darm, betroffen sind vor allem jüngere Menschen. Lesen Sie, welche Auslöser es gibt und wie Ärzte die Krankheit behandeln.

Bei Morbus Crohn kommt es zu einer chronischen Entzündung im Magen-Darm-Trakt. Davon betroffen können sowohl die äußere Schleimhaut als auch die tieferliegenden Schichten der Darmwand sein. Laut Internisten im Netz tritt die Krankheit meist am Übergang von Dünndarm in Dickdarm auf. Grundsätzlich kann sie jedoch den gesamten Verdauungstrakt* betreffen – von der Mundhöhle bis zum After. Da sich Morbus Crohn nicht konstant ausbreitet, sind häufig auch unverbundene Stellen zur gleichen Zeit entzündet. Wer an der Krankheit leidet, erlebt sie schubweise: Starke Beschwerden wechseln sich mit symptomfreien Phasen ab.   

Morbus Crohn: Viele mögliche Ursachen

Meistens tritt die Darmentzündung in jungen Jahren auf. Der Großteil der Menschen erkrankt im Alter zwischen 15 und 35 daran. Grundsätzlich kann es jedoch auch ältere Personen treffen. Doch was löst Morbus Crohn aus? Darauf gibt es bislang keine eindeutige Antwort. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung spielt jedoch das Gen NOD2 eine wichtige Rolle. Menschen, bei denen es eine Mutation aufweist, sind besonders häufig von Morbus Crohn betroffen. Auch kommt die Krankheit in Familien häufig mehrfach vor. Weitere mögliche Ursachen und Risikofaktoren sind außerdem:

  • eine Überreaktion des Immunsystem z.B. auf einen Infekt
  • eine gestörte Barrierefunktion der Darmschleimhaut
  • Rauchen

Zudem kann Stress den Verlauf der Krankheit negativ beeinflussen. 

Symptome bei Morbus Crohn

Die ersten Anzeichen der chronischen Krankheit zeigen sich im Verdauungssystem. Es kommt zu Durchfall und Erbrechen. Typisch sind außerdem krampfartige Bauchschmerzen, die vom rechten Unterbauch ausstrahlen. Damit einher geht häufig ein Gewichtsverlust, aber auch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Bei einem Teil der Betroffenen entstehen außerdem sogenannte „Begleiterkrankungen“, die außerhalb des Verdauungstrakts auftreten. Dazu zählen:

  • Entzündungen an Gelenken und Augen
  • Hautveränderungen
  • Gestörte Leber- und Gallenfunktion
  • Osteoporose

Kindern und Jugendlichen leiden infolge der Erkrankung manchmal an Wachstumsstörungen.

Weiterlesen: Darmgesundheit: Zehn Punkte, an denen Sie erkennen, ob Ihr Darm krank ist.

 Morbus Crohn behandeln

Bislang ist Morbus Crohn laut der Deutschen Morbus Crohn/Colitis Ulcerosa Vereinigung nicht heilbar. Jedoch gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um die Beschwerden der Patienten zu lindern. Die Auswahl der richtigen Medikamente hängt auch von der Schwere der Erkrankung ab. Während bei leichten Symptomen oft schon Schmerz- und Durchfallmittel ausreichen, kann bei schweren Verläufen die Gabe von Kortison und Entzündungshemmern sinnvoll sein. In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Operation – etwa, wenn Abszesse entfernt werden müssen oder Begleiterscheinungen wie Fisteln oder Verengungen im Darm auftreten.

Selbsthilfe bei Morbus Crohn: Das können Betroffene tun

Die richtige Ernährung ist bei Morbus Crohn entscheidend. Leichte Vollkost kann beispielsweise eine symptomfreie Phase verlängern. Unbedingt verzichten sollten Patienten auf Alkohol. Auch Speisen, die viel Säure enthalten oder blähend wirken, sind eher nicht zu empfehlen. Während eines akuten Schubs sollten Ballaststoffe gänzlich vermieden werden. Außerdem gilt es, den Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und Erbrechen auszugleichen. Morbus Crohn ist für viele Betroffene eine große psychische Belastung. Hier können Selbsthilfegruppen oder spezielle Schulungen Abhilfe schaffen. (lw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weitere Quellen: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/morbus-crohn/morbus-crohn

Auch interessant: Roh oder gekocht - So sollten Sie Ihrem Darm zuliebe essen.

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
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