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Muscheln und Fisch:

So gesund sind Meerestiere und Meeresfrüchte

Der Verzehr von Meeresfrüchten liegt derzeit total im Trend. Sie sind beliebt, lecker und zudem sehr gesund.

Für viele Bundesbürger ist der Verzehr von Fisch eine gute Alternative zum Fleischkonsum und ein Beitrag zum Umweltschutz. Der Trend zum Fisch zeigt anhand des Umsatzes der Branche. Dies zeigen auch die vielen Filialen einiger Restaurantketten mit mehreren Millionen an Kunden jährlich. Warum ist Fisch derzeit so angesagt? Die steigende Nachfrage ist unter anderem mit dem Wunsch einer gesünderen Ernährung vieler Bundesbürger zu begründen. Viele Discounter und Supermärkte führen zudem vermehrt Meeresfrüchte. Aus gutem Grund - das offenbart ein Blick auf die gesunde Wirkung von Fisch und Muscheln.

Was gilt als Meeresfrucht?

Nicht alles was aus dem Meer oder der offenen See kommt, wird automatisch als Meeresfrucht bezeichnet. Grob gesagt werden alle essbaren Meerestiere, bei denen es sich nicht um Wirbeltiere handelt, als Meeresfrüchte bezeichnet. Dazu zählen alle Arten von Muscheln wie etwa Miesmuscheln oder Austern. Schalentiere wie Krebse, Hummer und Garnelen zählen dazu wie Tintenfische, Krabben oder Langusten. Nach dieser Definition zählen Fische nicht zu den Meeresfrüchten, sie werden als Meerestiere bezeichnet. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Tiere oder Früchte aus dem Meer direkt gefischt wurden oder aus Aufzuchtstationen stammen.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Menschen aus Küstenregionen eine gesündere Ernährung haben. Bekannt ist der gesunde Ruf der Mittelmeerkost, auch als mediterrane Ernährung bezeichnet. In der asiatischen Küche sind Meeresfrüchte und Meerestiere ebenfalls weit verbreitet. Aus Nordamerika stammt die leckere Meeresfrüchte-Suppe Clam Chowder.

Mehr Fisch, mehr Sex

Über die aphrodisierende Wirkung von Austern wurden ganze wissenschaftliche Studien geführt. Es ist nachgewiesen, dass Ehepaare durch den verstärkten Konsum von verschiedenen Meeresfrüchten deutlich mehr Geschlechtsverkehr hatten. Die Chance einer Schwangerschaft ist durch den Konsum ebenfalls erhöht. Schon der Verzehr von zwei Portionen Meeresfrüchten pro Woche reicht aus, das Sexualleben in Schwung zu bringen. Giacomo Casanova, der vermutlich berühmteste Liebhaber der italienischen Geschichte, soll täglich bis zu 50 Austern zum Frühstück verzehrt haben. Seine Schilddrüse wird es ihm gedankt haben. Austern enthalten wie andere Meeresfrüchte viel Jod und den Eiweißstoff Arginin, der sich ebenfalls positiv auf die Manneskraft auswirkt. Das in den Meeresfrüchten enthalten Zink sowie das Biopolymer Polysaccharide verstärken zusätzlich die Lust bei Mann und Frau.

Der gesunde Speisefisch aus der Nordsee

Wer an leckeren Fisch denkt, hat den norddeutschen Klassiker selten sofort auf dem Radar. Dabei ist der Hering aus der Nordsee einer der bedeutendsten Speisefische der Welt. Wie für alle Meerestiere gilt auch beim Hering: nicht nur im Sommer schmeckt Fisch. Immer häufiger wird er inzwischen im Nordatlantik, vor der Grenze von Island und Grönland, gefischt. Schon 100 Gramm des Fisches enthalten mehr als 2.040 mg Omega-3-Fettsäuren. Da kann kein Fisch dem Hering sprichwörtlich das Wasser reichen. Eine Spitzenposition erreicht der Speisefisch auch in puncto Vitamin D und Jod.

Ebenfalls in der Nordsee zu Hause ist die Makrele. Sie fühlt sich aber auch in anderen Küstengewässern in Nordamerika oder im Mittelmeer sehr wohl. Bis zu 17 Jahre kann dieser Speisefisch alt werden. Sein Fettanteil ist recht hoch und sorgt für einen sehr intensiven Geschmack. Ideal für Ausdauersportler, da die Makrele sehr langsam verdaut wird und über einen längeren Zeitraum Kraftreserven freisetzt. Die Makrele ist reich an Omega-3-Fettsäuren, an Vitamin B12 und sie besteht zu 20 % aus Eiweiß.

Neuseeländische Muscheln für die Knochen

Je älter ein Mensch wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer auftretenden Gelenkerkrankung. Arthrose gehört zu den häufigsten Krankheiten weltweit, sie wird durch eine starke Belastung des Gelenkknorpels begünstigt. Gegen Gelenkbeschwerden hat die Schulmedizin selten ein probates Mittel zur Hand. In vielen Fällen werden lediglich die Schmerzen unterdrückt.

Grünlippmuscheln sind das natürliche Mittel für Knochen und Gelenke. Seit Jahrhunderten vertrauen die Ureinwohner Neuseelands auf dieses natürliche Heilmittel. Ihren Weg nach Deutschland findet die Grünlippmuschel über den See- oder Luftweg, ihre Herkunft sind diverse Aquakulturen in neuseeländischen Gewässern. Die Muschel wird nicht frisch gekocht verzehrt. Bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Arthritis wird die Grünlippmuschel in Pulverform verzehrt, in Kapselform geschluckt oder als Salbe auf die betroffenen Gelenke gecremt. Von der Anwendung profitiert nicht nur der Mensch. Eine nachgewiesene Wirkung besteht auch bei Katzen, Hunden und anderen vierbeinigen Gefährten.

Meeresfrüchte sind immer gesund

Während beim Verzehr von Fleisch idealerweise auf frische Produkte zurückzugreifen ist, können Meeresfrüchte und Fisch auch tiefgefroren konsumiert werden. Es gibt kaum einen Unterschied zwischen frisch gekauften Fisch und Produkten aus der Tiefkühltruhe. Die angebotenen Produkte im Supermarkt werden meist direkt nach dem Fang schockgefroren oder umgehend zu Fischfilets verarbeitet. Dieser schnelle Verarbeitungsprozess sorgt dafür, dass nur sehr wenig Nährstoffe und Vitamine verloren gehen.

Fisch aus Konserven ist ebenfalls empfehlenswert. Vorausgesetzt, dabei handelt es sich um fettreiche Seefische. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren, durch die Konservierung wird der Nährstoffgehalt nur unwesentlich beeinträchtigt. Konserviert oder tiefgefroren können manche Meeresfrüchte und Fischsorten bis zu acht Monate aufbewahrt werden. Frischer Fisch ist nur 48 Stunden zum Verzehr geeignet.

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