+
Mit häufigem Händewaschen kann man sich vor dem Norovirus schützen. Foto: Jochen Lübke

Hohe Ansteckungsgefahr

Nach Norovirus-Infektion nicht zu schnell zurück zur Arbeit

Wer sich mit dem hochansteckenden Magen-Darm-Virus infiziert hat, sollte viel trinken und unbedingt auch dann noch zu Hause bleiben, wenn die Symptome nachgelassen haben.

Stuttgart (dpa/tmn) - In den Wintermonaten stecken sich besonders viele Menschen mit dem Norovirus an. Davor schützt häufiges Händewaschen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit.

Das Magen-Darm-Virus wird zum einen beim direkten Kontakt mit einem Erkrankten übertragen. Oder dadurch, dass derjenige Oberflächen angefasst hat, die danach auch andere anfassen: eine Computertastatur, Türklinke oder ein Wasserglas zum Beispiel. Deswegen hilft es, die Hände mehrmals täglich gründlich zu reinigen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören Durchfall und Erbrechen. Wer sich infiziert hat, bleibt dem DGVS zufolge am besten zu Hause und vermeidet den Kontakt zu anderen - von einer pflegenden Person abgesehen. Erkrankte sollten unbedingt eigene Handtücher benutzen. Außerdem ist es sinnvoll, die Toilette, das Waschbecken, Türgriffe und auch Böden nach dem Benutzen mit Einwegtüchern zu reinigen.

Handtücher und Kleidung des Kranken sollten bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um die Viren abzutöten. Wer eine erkrankte Person betreut, trägt am besten Einweghandschuhe und entsorgt diese mehrmals am Tag.

Da der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert, ist es für den Erkrankten wichtig, viel zu trinken. Die DGVS rät zu verdünnten Säften, Brühe oder gezuckertem Tee. Auch wenn die Symptome nachgelassen haben, wird das Magen-Darm-Virus noch bis zu zwei Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden, warnen die Ärzte. Daher sollten Betroffene nicht gleich wieder arbeiten gehen, sondern mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome noch zu Hause bleiben. Auch auf die Toilettenhygiene achtet man am besten weiterhin.

Wenn sich der Allgemeinzustand eines Patienten im Verlauf der Erkrankung verschlechtert, muss ein Arzt hinzugezogen werden. Das Risiko für einen schweren Verlauf ist besonders bei Kindern unter fünf Jahren und Menschen jenseits der 70 erhöht. Bevor man einen Patienten ins Krankenhaus bringt, sei es hilfreich, dort anrufen, rät die DGVS. Denn mit dem Norovirus infizierte Menschen werden so weit wie möglich isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grippewelle 2017/2018: So ist die aktuelle Lage in Deutschland
Die Grippewelle hat die Deutschen nun in der kalten Jahreszeit im Griff. Doch wo wütet sie bundesweit in der Influenzasaison 2017/2018 besonders schwer?
Grippewelle 2017/2018: So ist die aktuelle Lage in Deutschland
Krass: Phosphat bleibt im Döner - obwohl es herzkrank machen soll
Kürzlich bestimmte Brüssel, dass Acrylamid in Pommes und Chips reduziert werden soll. Der Grund dafür: mögliche Krebsgefahr. Doch Phosphate im Döner dürfen bleiben.
Krass: Phosphat bleibt im Döner - obwohl es herzkrank machen soll
Streit um Homöopathie bei Krankenkassen
Obwohl homöopathische Therapien laut großen Studien keine Wirkung besitzen, zahlen viele Krankenkassen sie. Damit müsse Schluss sein, fordern Kritiker.
Streit um Homöopathie bei Krankenkassen
Vorsätze für 2018: Weniger Stress und Handy
Die Wünsche für das neue Jahr ähneln denen vergangener Jahre: Weniger Stress erhoffen sich viele. Vor allem Jüngere denken dabei an ihr Handy und wünschen sich mehr …
Vorsätze für 2018: Weniger Stress und Handy

Kommentare