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Sie wachen immer zur selben Zeit auf? Die chinesische Organuhr könnte die Erklärung bringen

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Von: Juliane Gutmann

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Frau liegt im Bett nachts und schaut auf Smartphone
Wer nachts aufwacht und sich langweilt, greift auch mal zum Smartphone. © Imago

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TMC) sind die Organe nachts zu bestimmten Uhrzeiten besonders aktiv. Wache Phasen könnten entsprechend auf Störungen hinweisen.

Zwischen drei und vier Uhr nachts wach? Dieses Phänomen ist nicht selten. Umgangssprachlich ist auch die Rede von der sogenannten „Wolfsstunde“. Es gibt Schlafexperten, die die Ursache in einem hormonellen Ungleichgewicht wähnen, das nachts zu dieser Stunde eintreten kann. Doch es gibt auch andere Erklärungsversuche für immer dieselbe nächtliche Wachphase. Die Traditionelle Chinesische Medizin als jahrhundertealte Heilform zieht sie sogar für die Diagnose von Krankheiten heran. Denn laut chinesischer Organuhr wird jedes Organ alle paar Stunden besonders gut mit Energie versorgt – über die Meridiane, die Energie-Leitbahnen im Körper.

Im Fokus des ganzheitlichen Heilkonzepts TCM steht die körperliche Harmonie: Körper, Seele und Umwelt sollen durch die richtige Ernährung, Akupressur, Akupunktur, Heiltees und Bewegungstherapie wie Qi Gong in Einklang gebracht werden. Wenn man nachts immer zur gleichen Uhrzeit wie gerädert aufwacht und tagsüber an extremer Müdigkeit leidet, ist das laut TCM ein Zeichen dafür, dass die Organuhr nicht im Gleichgewicht ist. Wie Professor Li Wu in seinem Buch „Die Organuhr. Leben im Rhythmus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schreibt, können Stresssymptome, psychosomatische Beschwerden und gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme die Folge einer solchen Disharmonie sein.

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Organuhr-Lehre: Leber entgiftet den Körper nachts zwischen ein und drei Uhr

Auch viele Schulmediziner sehen in der Organuhr im TCM einen sinnvollen Ansatz: „An der Organuhr ist theoretisch etwas dran“, erklärt der Schlafmediziner Dr. med. Michael Feld im Interview mit der Zeitschrift fitforfun: „Nur nicht ganz so streng wie in der TCM-Lehre festgehalten“. Die Traditionelle Chinesische Medizin sehe etwa die Zeit zwischen eins und drei Uhr nachts als aktive „Leberphase“. Feld zufolge hat die Leber nachts zwar tatsächlich einen erhöhten Stoffwechsel im Vergleich zum Tag. Doch wann die Leber Giftstoffe nachts am besten abbaut, „hängt in der Realität aber davon ab, wann man ins Bett geht und was vorher gegessen wurde“, so Feld.

Die Zeit zwischen drei und fünf Uhr nachts wird der TCM zufolge der Lunge zugeschrieben. In dieser Zeit soll sich diese reinigen. Aufwachen zu dieser Zeit könnte TCM-Ärzten zufolge auf Probleme im Atmungstrakt hinweisen. Schlafmediziner Feld zufolge kommt es in den frühen Morgenstunden tatsächlich zu mehr Asthmaanfällen, weil sich durch den niedrigen Cortisolspiegel die Bronchien verengen würden, erklärt er im fitforfun-Interview. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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