Weichkapseln liegen neben einem Gingkoblatt (Symbolbild).
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Ginkgohaltige Nahrungsergänzungsmittel werden oft mit einer „positiven Wirkung auf Konzentration und Gedächtnisleistung“ beworben. Mit standardisierten Arzneimitteln haben die Produkte aber wenig gemeinsam (Symbolbild).

Heilpflanze mit Nebenwirkungen

Nahrungsergänzungsmittel mit Ginkgo: Vorsicht, allergische Reaktionen sind möglich

Während die positive Wirkung von Medikamenten mit Ginkgo auf die Gesundheit gut erforscht ist, fehlen solche Belege für Nahrungsergänzungsmittel bisher. Bei zu hoher Dosierung drohen sogar Gesundheitsschäden.

Düsseldorf – Ginkgo biloba ist eine aus China stammende Baumart, die in Arzneimitteln gegen Demenz, Schwindel und Gedächtnisstörungen zum Einsatz kommt. Während seine Wirkung in Medikamenten gut belegt ist, fehlen diese Nachweise für Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Oft sind Ginkgo-Extrakte in ihnen nur werbewirksame „Schmuckzutat“ warnt die Verbraucherzentrale, deren Menge für eine Wirkung nicht ausreichend ist. Dafür können Nahrungsergänzungsmittel mit Ginkgo unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.*

Seine Heilwirkung verdankt der Ginkgo verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen. Für die Arzneimittelherstellung ist genau vorgeschrieben, wie viel Prozent wirksame Inhaltsstoffe enthalten sein müssen und wie hoch die Obergrenze für die unerwünschte Ginkgol-Säure sein darf. Bei der Herstellung von Arzneimitteln wird diese auf ein Minimum reduziert, bei Nahrungsergänzungsmitteln ist sie oft höher dosiert. Ginkgolsäuren zählen zu den Alkyl- und Alkenylphenolcarbonsäuren, die Allergien auslösen können. Auch zellschädigende, nervenschädigende und erbgutverändernde Wirkungen sind bekannt. Außerdem können Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auftreten. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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