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Das kolorierte Bild „Korallen“ zeigt eine Bronchialkrebszelle der Zelllinie Calu-3. Sie ist als blaue, teppichartige Struktur abgebildet und von unzähligen Härchen, so genannten Mikrovilli, bedeckt. Besonders dichte, büschelartige Strukturen von Mikrovilli wurden rosa eingefärbt. Die Zelllinie wird in der pharmazeutischen Forschung als Zellkulturmodell eingesetzt, um den menschlichen Lungentrakt nachzubilden.

Gefährlich, aber schön

Das sind Krebszellen in den Bronchien

Eine bunte Landschaft von oben? Korallen aus dem Meer? Auf dem bunten Foto sind Zellen der Bronchial-Schleimhaut zu sehen, bösartige noch dazu. Diese spektakuläre Aufnahme haben einen Preis gewonnen.

Das Foto trägt den Titel "Koralle". Es zeigt Bronchialkrebszellen der Zelllinie Calu-3. Sie ist als blaue, teppichartige Struktur zu erkennen und von unzähligen Härchen, so genannten Mikrovilli, bedeckt. Besonders dichte, büschelartige Strukturen von Mikrovilli wurden rosa eingefärbt.

Mit dieser Aufnahme hat Professor Claus-Michael Lehr und sein Team vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) den zweiten Platz im Fotowettbewerb „Nano-Momente“ gewonnen. 

Normalerweise ist der Nano-Kosmos für uns unsichtbar, doch durch diese Aufnahmen zeigt sich ihre faszinierende Schönheit. 

Der Begriff "Nano" leitet sich vom griechischen Wort "nanos", der Zwerg, ab. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters oder 1/1.000.000.000 (1/1 Milliarde) eines Meters. Wenn Dinge so klein sind, kann man sie weder mit dem Auge noch mit einem Lichtmikroskop sehen. Nur Elektronenmikroskope (EM) oder Rastersondenmikroskope (REM) können diese kleinen Teilchen sichtbar machen. Es gibt natürliche und künstlich (synthetische) Nanopartikel im der Größe von etwa 1nm bis 100 nm.  

Faszinierende Fotos! Zellen im XXL-Format

Um die Welt von Wissenschaftlern und deren Arbeit für Laien verständlicher zu machen, haben der Deutsche Verband Nanotechnologie e. V. und das saarländische Netzwerk cc-NanoBioNet e. den Fotowettbewerb "Nano-Momente" ins Leben gerufen.

Das Foto "Koralle" wurde mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskop hergestellt und nachträglich eingefärbt. Für die Wissenschaftler ist die Zelllinie Calu-3 nicht nur schön anzusehen. 

Die Zelllinie Calu-3 wird in der pharmazeutischen Forschung als Zellkulturmodell eingesetzt, um den menschlichen Lungentrakt nachzubilden. An den Zellen lässt sich unter anderem testen, wie Arzneistoffe in die Lunge gelangen können und welche Wirkung sie haben. Die Wissenschaftler um Professor Claus-Michael Lehr erforschen neuartige Arzneiformen zur Behandlung von Infektionskrankheiten.

ml

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