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Eine Hormonbehandlung verzögert die Erkennung eines Tumors.

Neue Studie: Hormonersatztherapie unsicher

Wie sicher eine Hormonersatztherapie sein kann, zeigt jetzt eine neue Auswertung der “Women's Health Initiative“- Studie. Die Hormontherapie hat demnach Einfluß auf den Verlauf einer Brustkrebserkrankung.

Eine Hormonersatztherapie kann die Überlebenschancen von Brustkrebs-Patientinnen verringern. Das Ergebnis sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Hormonbehandlung die Erkennung eines Tumors verzögere, berichten die Autoren im Medizinjournal “JAMA“. Dadurch steige die Zahl der Patientinnen, bei denen zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose die Lymphknoten bereits mitbetroffen waren. Sie war bedeutend höher als bei Frauen, die in der Studie das Scheinmedikament Placebo erhalten hatten.

Die Zahl der Todesfälle bei den behandelten Frauen war doppelt so hoch wie bei denen ohne Hormontherapie (0,03 Prozent im Vergleich zu 0,01 Prozent). Das bedeutet, dass es pro 10 000 erkrankter Frauen 2,6 beziehungsweise 1,3 Todesfälle gab. In der seit elf Jahren laufenden Studie wird damit zum ersten Mal ein Zusammenhang zwischen der Behandlung mit einer Kombination aus Östrogen und Gestagen und der Sterblichkeit hergestellt.

Die Behandlung mit der Östrogen-Gestagen-Kombination habe bei den 12 788 beobachteten Frauen zu jährlich 385 invasiven Brustkrebstumoren geführt, im Vergleich zu 293 in der Placebo-Gruppe (0,42 Prozent zu 0,34 Prozent.) Bei den behandelten Frauen seien die Lymphknoten wesentlich häufiger in Mitleidenschaft gezogen gewesen als in der Placebo-Gruppe (23,7 Prozent zu 16,2 Prozent).

Die Studie bezog sich laut “New York Times“ auf Frauen, denen Prempro verschrieben worden war. In der Studie selbst heißt es, die Frauen hätten Pferde-Östrogen sowie Medroxyprogesterone-Acetat in Dosen von 0.625 mg/Tag bzw. 2.5 mg/Tag oder ein Placebo erhalten.

dpa

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