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Immer mehr Zecken-Risikogebiete in Deutschland: Zählt Ihre Region jetzt auch dazu?

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Von: Juliane Gutmann

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Zeckenbisse können eine gefährlich verlaufende Hirnhautentzündung (FSME) auslösen. In immer mehr Teilen Deutschlands ist das Risiko erhöht.

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine durch Viren verursachte Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarksentzündung. Mit dem FSME-Virus infizierte Zecken sind Überträger der Krankheit. Patienten denken zuerst an eine Grippe, wenn sich erste Symptome zeigen. Etwa zehn Tage nach dem Zeckenbiss können Beschwerden wie allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Darauf kann die zweite Krankheitsphase folgen, wie unter anderem das Robert-Koch-Institut (RKI) als biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung informiert. Diese bleibe zwar in 70 bis 95 Prozent der Fälle aus, kann aber fatale Folgen haben, wenn sie eintritt. So schreibt das RKI weiter: „Bei schweren Verläufen besteht insbesondere bei Erwachsenen die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausfällen, in der Regel in Form von Paresen, aber auch von Anfallsleiden oder lange andauernden Kopfschmerzen. Diese Symptome können oft Monate nach der Erkrankung persistieren“. Bei rund einem Prozent der Erkrankten führt die Erkrankung zum Tod, so das RKI.

Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert, tritt FSME vor allem in Bayern, Baden-Württemberg sowie den südlichen Teilen Hessens, Thüringens und Sachsens auf. Im Jahr 2020 kam es zu einem traurigen Rekordhoch: 704 FSME-Erkrankungen wurden dem RKI zufolge gemeldet – die bislang höchste Anzahl Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Dies sei mehr als das Doppelte des jährlichen Medianwertes von 301 Erkrankungen, so das RKI.

Als sicherster Schutz vor der Krankheit gilt der Ständigen Impfkommission (STIKO) zufolge die FSME-Impfung. Daher empfiehlt die STIKO allen Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten oder dort wohnen, eine solche Impfung.

Eine Übersicht über die FSME-Risikogebiete in Deutschland finden Sie hier

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung denjenigen, die sich in einem Zecken-Risikogebiet aufhalten.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung denjenigen, die sich in einem Zecken-Risikogebiet aufhalten. © Robert Schmiegelt/imago-images

2021: Fünf neue FSME-Risikogebiete in Deutschland

In immer mehr Regionen Deutschlands besteht die Gefahr, nach einem Zeckenbiss an FSME zu erkranken. Daher hat das RKI die Zahl der FSME-Risikogebiete um fünf neue Regionen erweitert:

Damit sind mittlerweile 169 Regionen Risikogebiet für die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME, berichtet das Portal Ökotest. (jg)

Quellen: https://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/; https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/09/Art_01.html

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