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Sie wollen Nichtraucher werden? So überstehen Sie Entzugserscheinungen

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Von: Juliane Gutmann

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Wer mit dem Rauchen aufhören will, muss bis zu zehn Tage mit Entzugserscheinungen rechnen.
Wer mit dem Rauchen aufhören will, muss bis zu zehn Tage mit Entzugserscheinungen rechnen. © picture alliance / Oliver Berg/dpa

Wer sich das Rauchen abgewöhnen will, hat es meist schon ein paar Mal versucht. Um das Laster auf Dauer abzulegen, raten Experten zu folgendem Vorgehen.

Das Geld könnte man besser anlegen, Sport würde nicht mehr so ins Schwitzen bringen und der Gesundheit schadet* der Rauchstopp auch nicht - im Gegenteil. Raucher sind sich dessen sehr wohl bewusst, allerdings ist die Sucht oft stärker als die Vernunft. Wer frustriert aufgegeben hat, weil keine Maßnahme zur Rauchentwöhnung bisher gewirkt hat, hat vielleicht folgenden entscheidenden Fehler gemacht.

Rauchfrei in mehreren Schritten: So gewöhnen Sie sich Zigaretten ab

"Der Rauchstopp ist komplexer, als man denkt", so Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Nicht zuletzt, weil Nikotin eine "ganz schwere Droge" sei. Angehende Nichtraucher müssten sich auf körperliche Entzugserscheinungen einstellen, doch noch schwerer wiegen die psychischen Faktoren, die einen Rückfall provozieren. Dies müsse man sich bewusst machen und das Projekt "Rauchstopp" gut planen.

Um die Hauptursache von Lungenkrebs* zu bekämpfen, setzt sich das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) dafür ein, Rauchern mit sinnvollen Tipps den Ausstieg aus der Sucht zu erleichtern. Und auch Kinder würden davon profitieren, schließlich sind die Schäden vom Passivrauchen fatal*. Unter anderem eine perfekte Vorbereitung soll den Erfolg gewährleisten:

Lesen Sie auchCoronavirus: Raucher als besondere Risikogruppe - das empfiehlt der Experte.

Weg aus der Nikotinsucht: Mit Entzugserscheinungen richtig umgehen

Reizbarkeit und Unruhe sind typisch in der ersten Zeit, wenn der Körper kein Nikotin mehr zugeführt bekommt. Diese Entzugssymptome halten in der Regel nur wenige Minuten an und verschwinden, wenn man dem Verlangen zu rauchen nicht nachgibt. Es gilt die Symptome so lange auszuhalten, bis der Körper sich an das fehlende Nikotin gewöhnt hat - das dauert rund zehn Tagen. Warum Alkoholgenuss Lust auf Zigaretten macht, verrät 24vita.de*.

In diesem Zeitraum können folgende Maßnahmen hilfreich sein, um die Entzugserscheinungen im Griff zu behalten: 

Falls das nichts bringt, können Sie eine Nikotinersatztherapie versuchen. Nikotinlutschtabletten, Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi oder -spray können Entzugserscheinungen abmildern. "Führt die Nikotinersatztherapie nicht zum Erfolg, dann kann der Arzt ein Medikament verordnen, das Entzugserscheinungen und das Verlangen nach Zigaretten verringert", wie die Techniker Krankenkasse informiert. So reduzieren Medikamente mit den Wirkstoffen Vareniclin oder Bupropion ebenfalls das Verlangen nach Nikotin und die Entzugssymptome - sie können allerdings schwere Nebenwirkungen hervorrufen wie Ängste, Schlafstörungen, Übelkeit bis hin zu Suizidgedanken. Daher muss die Einnahme von Medikamenten zur Rauchentwöhnung immer mit einem Mediziner abgesprochen werden. 24vita.de* stellt die besten Methoden vor, um mit dem Rauchen aufzuhören. Lesen Sie zudem, welchen gefährlichen Trend Tabakbeutel unter jungen Dänen* auslösen. (jg) *merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr Quellen: www.dkfz.de; www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de; www.rauchfrei-info.de

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