Lediglich 1,3 Prozent der untersuchten Blutspender trägt bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus in sich. Das ergaben Untersuchungen des RKI. Foto: Marijan Murat/dpa
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Lediglich 1,3 Prozent der untersuchten Blutspender trägt bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus in sich. Das ergaben Untersuchungen des RKI. Foto: Marijan Murat/dpa

RKI-Zwischenergebnis

Nur wenige Blutspender haben bereits Corona-Antikörper

Nur wenige Deutsche tragen bereits Antikörper gegen das Coronavirus in sich. Das ergab eine Untersuchung bei Blutspendern. Was bedeutet dies für eine eventuelle zweite Infektionswelle?

Berlin (dpa) - Anhand von Untersuchungen bei Blutspendern in Deutschland vermutet das Robert Koch-Institut (RKI) bisher wenig Kontakt der Bevölkerung mit dem neuen Coronavirus. Lediglich bei 1,3 Prozent der untersuchten Spender konnten spezifische Antikörper gegen Sars-CoV-2 nachgewiesen werden.

Dies geht aus einer aktuellen Zwischenauswertung des Berliner Instituts hervorgeht. "Somit könnte bei erneutem Anstieg der Übertragungen auch eine weitere Infektionswelle auftreten", schreiben die Autoren des Berichts. Der Nachweis spezieller Antikörper im Blut gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion.

Laut RKI-Bericht wurden ab April dieses Jahres 11 695 Proben von Blutspendern aus 29 Regionen Deutschlands untersucht. Die Ergebnisse unterstrichen die Annahme, "dass vermutlich der Großteil der Bevölkerung noch keinen Kontakt mit dem Virus hatte und weiterhin empfänglich für eine Infektion ist", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Die Daten sind allerdings nicht für die Allgemeinbevölkerung repräsentativ. Wieler erklärte, nur gesunde Erwachsene dürften Blut spenden, bei Menschen mit Grunderkrankungen könnten die Zahlen anders aussehen. Die Tests bei Blutspendern im Rahmen der sogenannten SeBluCo-Studie sollen bis Ende September alle 14 Tage wiederholt werden.

© dpa-infocom, dpa:200714-99-785471/4

Epidemiologisches Bulletin

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