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Öko-Test prüft Intimwaschlotionen: Die meisten Produkte enthalten Schadstoffe – nur zwei sind „sehr gut“

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Von: Juliane Gutmann

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Frau duscht
Unter der Dusche sollte man auf manche Reinigungsprodukte einfach verzichten. © Imago

Nutzen Sie eine Intimwaschlotion? Öko-Test hat 20 verschiedene Produkte getestet. Nur zwei erhalten die Note „sehr gut“.

Sie duschen jeden Tag? Das kann vor allem sensibler Haut schaden. Auch aggressive Seife sollte vermieden werden, so der Rat vieler Hautärzte. Am besten eignen sich pH-neutrale Waschlotionen und Duschgele, weil sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht zerstören. Diese Barriere wehrt nicht nur Viren und Bakterien ab, sondern hilft der Haut auch, Feuchtigkeit zu verlieren. Trockene Haut* kann aus diesem Grund auch auf zu häufiges Duschen und Baden zurückzuführen sein.

Ebenfalls überflüssig: sich komplett von oben bis unten einseifen. Im Grunde sind es Hautärzten zufolge nur fünf Körperstellen, die aufgrund von vermehrter Talgproduktion oder Kontakt mit vielen Oberflächen mit Waschgelen oder -lotionen gereinigt werden können. Dabei handelt es sich um die Achseln, die Hände, die Füße sowie die Brust- und Rückenmitte. Für alle anderen Körperstellen soll es ausreichen, einen Waschlappen und/oder Wasser zu verwenden.*

Wenn es um die Reinigung der Intimzone geht, schwören jedoch viele auf sogenannte Intimwaschlotionen. Ob diese zu empfehlen sind, hat das Verbrauchermagazin Öko-Test geprüft.

Bedenkliche Inhaltsstoffe in Intimwaschlotionen: Nur zwei Produkte sind „sehr gut“

Im Idealfall soll eine Intimwaschlotion besonders mild reinigen und zudem den sauren pH-Wert der Scheidenflora unterstützen, heißt es vonseiten Öko-Test. Die 20 getesteten Produkte warten mit diesem Werbeversprechen auf. Wirklich sanft zur Haut sind Öko-Test zufolge aber die wenigsten Produkte. „Komplett einverstanden sind wir nur mit zwei Intimwaschlotionen im Test: Sie schneiden mit „sehr gut“ ab. Alle anderen enthalten mindestens einen Inhaltsstoff, den wir kritisieren“, heißt es vonseiten des Testportals.

Unter den bedenklichen Inhaltsstoffen: Parfüm und der künstliche Moschusduft Galaxolid in der Kade Femin Intimwaschlotion von Dr. Kade. Letzterer Stoff wird häufig als Duftstoff in Kosmetik und Reinigungsprodukten zugesetzt. Der Umweltprobenbank des Bundes zufolge gelangt Galaxolid über Abwässer und Klärschlämme in die Umwelt, wo es nur langsam abgebaut wird. In verlängerten Tests ist es toxisch für aquatische Organismen und Bodenorganismen. Darüber hinaus zeigt sich im Labortest eine schwache endokrine Wirkung, heißt es weiter. Letzeres bedeutet, dass es hormonell wirksam ist.

Neben künstlichen Duftstoffen, die allergische Reaktionen auslösen können, wurden im Öko-Test der Produkte auch Formaldehyd/-abspalter gefunden, etwa im Produkt Sagella pH 3,5 Waschlotion für die Pflege des Intimbereichs von Meda Pharma. Formaldehyd kann Krebs und Allergien auslösen, wie das Verbraucherportal codecheck.info informiert.

Mehr zum Thema: Wie oft sollte man eigentlich duschen? Hautärztin verrät, ob zweimal wöchentlich ausreicht.*

Bestnote für zwei Intimwaschlotionen

Für die tägliche Reinigung des Intimbereichs ist pures Wasser das Beste, beruft sich Öko-Test auf Gynäkologen. Wer jedoch nicht auf eine Intimwaschlotion verzichten möchte, sollte zu folgenden Produkten greifen:

Alle Testergebnisse können Sie hier einsehen.

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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