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Allein in Bayern warten rund 1500 Menschen auf ein Organ, die meisten auf eine Niere.

Tag der Organspende

Organspende: Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Erfährt jemand meine Identität oder bin ich viel zu alt, um Organe zu spenden? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Organspende und Transplantation.

Warum gibt es wenige Spenderorgane?

Weil es zu wenige – potenzielle – Spender gibt: Allein in Bayern warten rund 1500 Menschen auf ein Organ, die meisten auf eine Niere. Gespendet wurden im Freistaat 2015 hingegen knapp 500 Organe, also nur etwa ein Drittel. Als Organspender gilt, wer einen Organspendeausweis besitzt; man sollte ihn stets bei sich haben. Den Ausweis gibt es z.B. bei der Krankenkasse.

Gibt es für Spender eine Altersgrenze?

Nein! Entscheidend ist das biologische, nicht das kalendarische Alter. Ob die Organe für eine Transplantation geeignet sind, kann aber erst im Fall einer Spende, in der Regel nach dem Hirntod, medizinisch geprüft werden.

Muss man sich ärztlich untersuchen lassen?

Nein! Eine Untersuchung ist nicht notwendig – und wäre zu diesem Zeitpunkt auch nicht sinnvoll, da sich der gesundheitliche Zustand eines Menschen ändern kann. Vorerkrankungen kann man, soweit man dies möchte, auf dem Spenderausweis vermerken.

Wer darf nicht Spender werden?

Eine Organentnahme wird in der Regel ausgeschlossen, wenn beim Verstorbenen eine akute Krebserkrankung oder ein positiver HIV-Befund vorliegen.

Erfährt jemand die Spender-Identität?

Nein! Der Name des Spenders wird dem Empfänger nicht mitgeteilt. Auch die Angehörigen des Spenders erfahren nicht, wem ein Organ gespendet wurde.

Wird man finanziell entschädigt?

Nein! Das Transplantationsgesetz schreibt vor, dass die Bereitschaft zur Organspende nicht von wirtschaftlichen Überlegungen abhängig sein darf.

Werden nur Hirntoten Organe entnommen?

Nein! Aber: Eine Organspende ist zu Lebzeiten streng geregelt und nur unter Verwandten ersten oder zweiten Grades, unter Ehepartnern, Verlobten und unter Menschen möglich, die sich besonders nahe stehen. Eine Gutachterkommission prüft, ob die Spende freiwillig, ohne finanzielle Interessen geschieht. Es muss zudem sicher gestellt sein, dass für den Empfänger zum Zeitpunkt der geplanten Übertragung kein Organ aus einer „postmortalen“ Organspende zur Verfügung steht.

Tag der Organspende

Der Tag der Organspende findet heuer in München statt. Auf dem Marienplatz gibt es am Samstag ein Programm von 10 bis 18 Uhr, mit ökumenischen Dankgottesdienst in der Heilig-Geist- Kirche, Bühnenprogramm mit Musik und Gesprächsrunden in Info-Pavillons.

Alle, die noch Fragen zur Organspende und Transplantation haben, erhalten an diesem Tag von 9 bis 16 Uhr Antworten über das Infotelefon „Organspende“ unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/90 40 400.

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