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Panikattacken sind zum einen durch intensive Ängste bis hin zur Todesangst und zum anderen durch intensive körperliche Zeichen gekennzeichnet.

Panikattacken - bei Saarländern häufig

Das Leben in Berlin gibt offenbar weniger Anlass zur Panik als im Saarland. Zumindest liegt das Saarland bei der Zahl der Panikattacken bundesweit an der Spitze.

In Berlin wurden dagagen die wenigsten Angstzustände gezählt, wie die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen am Dienstag mitteilte.

Im Jahr 2008 wurden demnach in Berlin elf von 100.000 Einwohnern im Krankenhaus wegen Panikattacken behandelt, im Saarland waren es dagegen genau doppelt so viele. Auch die Menschen in Rheinland-Pfalz werden demnach relativ häufig von Panikattacken heimgesucht: Mit 20 Fällen pro 100.000 Einwohnern landeten sie auf Platz zwei.

Ihre hessischen Nachbarn scheinen dagegen wesentlich entspannter zu sein: In Hessen wurden nur zwölf von 100.000 Einwohnern wegen Angstzuständen im Krankenhaus behandelt, der zweitniedrigste Wert bundesweit nach Berlin.

Generell sind von Panikattacken häufiger Frauen als Männer betroffen, wie Jana Flommersfeld von der TK Hessen dem DAPD sagte. Auch mit zunehmendem Alter steigt die Anfälligkeit für derartige Angstzustände. Menschen könnten vor allem dann Panikattacken bekommen, wenn sich ihre Lebensumstände änderten wie bei einer Scheidung, dem plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen oder Verlust des Arbeitsplatzes.

“Wenn sie gleichzeitig keine Hilfen zur Bewältigung solcher Stresssituationen kennen, kann ihr Körper mit einer Attacke reagieren“, erklärte Flommersfeld. Panikattacken gehören zu den Angststörungen und werden grundsätzlich mit Medikamenten und Psychotherapie behandelt.

“Panikattacken sind zum einen durch intensive Ängste bis hin zur Todesangst und zum anderen durch intensive körperliche Zeichen gekennzeichnet“, sagte Flommersfeld. Das äußert sich etwa in Herzklopfen, verschwommenem Sehen, Kribbeln in Armen und Beinen, Druckgefühl im Magen und Schweißausbrüchen.

Diese Anzeichen treten plötzlich auf, nehmen an Stärke zu und halten in der Regel einige Minuten bis zu einer halben Stunde an - in Einzelfällen auch länger. Da während der Panikattacke unterschiedliche Symptome auftreten, befürchten viele Betroffene, an einer körperlichen Erkrankung zu leiden.

dpa

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