Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Ob in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kino: Eine Panikattacke kann in vielen Situationen auftreten.
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Ob in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kino: Eine Panikattacke kann in vielen Situationen auftreten.

Angst vor der Angst

Panikstörung: Diese wichtige Regel hilft bei Panikattacken

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Neben Depressionen zählt die Panikstörung zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Wer eine Panikattacke hatte, sollte auf keinen Fall folgenden Fehler machen. 

  • Zu den Angsterkrankungen oder Angststörungen zählen die Panikstörung mit oder ohne Platzangst (Agoraphobie), die generalisierte Angststörung, die soziale Angststörung und spezifische Phobien wie die Klaustrophobie.
  • Angststörungen kommen relativ häufig vor, so erkranken etwa rund fünf von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens an einer generalisierten Angststörung. 
  • Eine Panikstörung ist gekennzeichnet durch Panikattacken, die unbehandelt schwerwiegende Auswirkungen haben können. Welche Symptome typisch sind - und was in der (Selbst-)Behandlung wichtig ist. 

Angst davor, wahnsinnig zu werden, zu sterben, in Ohnmacht zu fallen oder die Kontrolle zu verlieren: Nicht nur Ängste kennzeichnen eine Panikattacke, es kommt auch zu körperlichen Symptomen wie Atemnot, weichen Knien, Schwindel*, Herzklopfen, unregelmäßigem Herzschlag, Zittern, Schwitzen, Druck oder Engegefühl in der Brust oder im Hals, Übelkeit, Taubheits- oder Kribbelgefühlen. Auch Entfremdungsgefühle wie der Gedanke, überhaupt nicht zu existieren oder ein Gefühl der Unwirklichkeit sind Anzeichen einer Panikstörung. 

Theoretisch kann es in jeder Situation zu einer Panikattacke kommen. Doch meist sind es bestimmte Situationen, die sie triggern. In etwa zwei Dritteln der Fälle ist die Panikstörung mit Platzangst verbunden, wie wie Neurologen und Psychiater im Netz informieren. Die Orte und Situationen, vor welchen sich der Betroffene fürchtet, werden dabei gemieden. Oft seien das Situationen, in welchen man befürchtet, nicht schnell genug weg zu kommen oder peinliches Aufsehen zu erregen, wenn man wegen einer Panikattacke Hilfe benötigt. Folgende Orte und Situationen sind dabei typische Angstauslöser: 

  • Menschenmengen 
  • öffentliche Plätze
  • Reisen über weite Entfernungen 
  • Fliegen
  • in einer Schlange stehen

Panikstörung verfestigt sich, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und gegengesteuert wird

Wird eine Panikstörung nicht behandelt, verfestigt sie sich in der Regel. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar soweit kommen, dass für den Betroffenen kein normales Leben mehr möglich ist, weil er zu viele Situationen komplett meidet. Das kann soweit führen, dass das Haus nicht mehr verlassen wird. Soziale Isolation* ist die Folge, die den Leidensdruck der Patienten noch verstärkt. 

Rund zwei bis drei Prozent der Bevölkerung leidet an einer Panikstörung, wobei sie sich häufig zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr manifestiert. "Mitte 30 ist die Ausprägung am stärksten; nach dem 45. Lebensjahr verlieren sich die Symptome oft", so eine Veröffentlichung der Neurologen und Psychiater im Netz

Lesen Sie auchBindungsangst: So sollten Sie niemals reagieren, wenn Sie mit einem Beziehungsphobiker zusammen sind.

Die Angst vor einer erneuten Panikattacke: So durchbrechen Sie den Teufelskreis

Je früher eine Panikstörung erkannt und behandelt wird, desto besser. Denn fängt der Patient erst an, verschiedene Situationen aus Angst vor einer erneuten Panikattacke zu meiden, dann entsteht oft ein Teufelskreis, der sich mit der Zeit immer schwerer durchbrechen lässt. Der geläufige Rat, direkt nach einem Sturz wieder aufs Pferd oder auf den Roller zu steigen, ergibt dabei durchaus Sinn: Denn wer sich sofort der angstauslösenden Situation wieder aussetzt, senkt das Risiko, dass sich die Angst verfestigen kann. 

In den meisten Fällen ist es damit allerdings nicht getan. Häufig sind es nicht überwundene negative Erfahrungen, Traumata oder belastende Situationen in der Vergangenheit, die eine Panikstörung hervorrufen. Daher kann in der Regel meist nur eine ursächliche Therapie dafür sorgen, dass die Panikstörung nicht mehr dauerhaft das Leben bestimmt. Dafür bietet sich Verhaltens- oder Psychotherapie an. Haben Sie den Verdacht an einer Panikstörung zu leiden, sollte Sie der erste Weg zu Ihrem Hausarzt führen. Dieser wird Ihnen einen Therapeuten empfehlen. Scheuen Sie sich nicht vor der Vereinbarung eines Termins: Psychische Erkrankungen zählen in Industrienationen wie Deutschland zu den häufigsten Leiden überhaupt*, können allerdings durch die richtige Therapie erfolgreich behandelt werden. Dabei gilt: Je länger eine Panikstörung bereits besteht, desto länger wird die Behandlung andauern müssen.

WeiterlesenStändig Angst wegen Coronavirus? So hören Sie auf, sich zu viele Gedanken zu machen.

jg

Was tun bei Panikattacken?

*Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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