+
Kosten und Nutzen der HPV-Impfung und den vorhergehenden Untersuchungen müssen gut abgewogen werden.

HPV: Vorsorge und Impfung

Junge Frauen sollten sich gut über Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs informieren. Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen hat jede, doch manche Untersuchungen müssen selbst bezahlt werden.

Lesen Sie auch:

Pap-Test: Ein schmerzloser Eingriff

Das sollten Sie über Gebärmutterkrebs wissen

HPV: Fragen aus dem Alltag

Vorsicht bei Schmierblutungen

Gute Chancen in frühem Stadium

Derzeit gehört der Nachweis auf eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV), der sogenannte HPV-Test, nicht zu den Standardmethoden der Krebsfrüherkennung. Er dient dazu, eine bestimmte Untergruppe von Viren aufzuspüren, die maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind.
Frauen, die einen HPV-Test vorsorglich durchführen lassen möchten, ohne dass bei ihnen ein auffälliger Pap-Befund vorliegt, müssten den Test als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) derzeit selbst zahlen. Anders sieht es dagegen aus, wenn ein auffälliger, aber nicht eindeutig zu beurteilender Zellabstrichbefund erhoben wird, etwa ein Pap IIw oder ein Pap III.

Dann ist das Ziel des HPV-Tests, die Befunde genauer abzuklären, damit die weitere Vorgehensweise leichter festgelegt werden kann. In diesem Fall übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für den HPV-Nachweis. Gleiches gilt auch für Patientinnen, die aufgrund eines Gebärmutterhalstumors oder einer Krebsvorstufe operiert wurden. Mit Hilfe von HPV-Tests kann bei ihnen der Erfolg der Therapie leichter überwacht werden.

Anspruch auf Vorsorgeuntersuchung

Weitere Informationen liefert der Krebsinformationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums.

Gemäß dem deutschen gesetzlichen Früherkennungsprogramm hat jede Frau ab dem Alter von 20 einen Anspruch auf eine jährliche gynäkologische Untersuchung. Ziel ist unter anderem die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Im November vergangenen Jahres wurden die Krebsfrüherkennungs-Richtlinien geändert.

Demnach sind alle nach dem 1. April 1987 geborenen gesetzlich versicherte Frauen dazu verpflichtet, sich einmalig von dem behandelnden Hausarzt oder Gynäkologen über die Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs beraten zu lassen. Frauen, die diese Beratung ablehnen, müssten im Fall einer solchen Krebserkrankung zwei statt ein Prozent ihres Einkommens an Zuzahlungen etwa für Arzneimittel leisten. Die Durchführung der Untersuchung selbst ist hingegen keine Pflicht: Es bleibt auch weiterhin jeder Frau selbst überlassen, ob sie diese wahrnehmen möchte, ohne dass ihre Entscheidung einen Einfluss auf die spätere Zuzahlung hätte.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grippe-Saison steht bevor - Ministerin ruft zum Impfen auf
Vor dem Start der Grippe-Saison Anfang Oktober hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zum Impfen aufgerufen.
Grippe-Saison steht bevor - Ministerin ruft zum Impfen auf
Diese Wirkung von Aspirin hätten Sie sicher nicht vermutet
Wer Kopfschmerzen hat, greift oftmals zu Aspirin. Doch Forscher haben nun eine neue Wirkung entdeckt: Der Wirkstoff ist auch gut fürs Herz.
Diese Wirkung von Aspirin hätten Sie sicher nicht vermutet
Krebserkrankung: Deuten Sie die Warnsignale richtig
Die Krebsneuerkrankungen steigen mit jedem Jahr. Doch manche sind, wenn sie früh erkannt werden, erfolgreich zu behandeln. Achten Sie daher auf folgende Warnzeichen.
Krebserkrankung: Deuten Sie die Warnsignale richtig
Frau kann Mund nicht mehr öffnen - und leidet qualvoll
Eine Frau wacht eines Tages auf und kann ihren Mund nicht mehr öffnen. Fünf Jahre lang muss sie durch die Hölle gehen – und erlebt keinen Tag ohne Schmerzen.
Frau kann Mund nicht mehr öffnen - und leidet qualvoll

Kommentare