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Nur kleine Narben wie hier über dem Auge bleiben von der ursprünglichen Gesichtsverletzung.

Mit kleinsten Eingriffen zu sichtbaren Erfolgen

Gesichtsverletzungen entstehen aus mannigfaltigen Gründen: in Folge von Unfällen, Verbrennungen, Gewalteinwirkung, Entzündungen sowie durch die Behandlung Tumore. Aber auch angeborene Fehlbildungen das Aussehen beeiträchtigen. Die rekonstruktive Medizin nimmt sich dieser Patienten an.

Besonders bei Unfallopfern mit Knochenbrüchen im Gesichts- und Kieferbereich sollte eine schnelle Weiterleitung an die fachliche Versorgung erfolgen. Diese setzt am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel (RKH) in enger Zusammenarbeit von Anästhesie, MKG-, Plastischer- und Allgemeinchirurgie sowie Neurochirurgie sofort ein, um schwerwiegende Folgeschäden zu vermeiden.

 

Prof. Magnus Noah

„Das Faszinierende bei der Rekonstruktiven Chirurgie ist, dass sie sich durch Elemente aus der Plastischen Chirurgie ergänzt und mit den Elementen aus der Ästhetischen Chirurgie zur optimalen Therapie vereint.“ Prof. Dr. med. Ernst Magnus Noah

Meist stellen schwerste Verletzungen des Gesichtsschädels Rettungsdienste vor große Herausforderungen: Wenn beispielsweise die Anatomie des Gesichts durch einen Unfall verschoben ist, kann es auch zur Beeinträchtigung der Vitalfunktionen wie der Atmung kommen. Damit eine erfolgreiche Behandlung gelingt, bedarf es des Zusammenwirkens verschiedener chirurgischer Disziplinen. Im Roten Kreuz Krankenhaus Kassel arbeiten verschiedene Experten für den Kopfbereich. So ergänzen sich Prof. Dr. Ernst Magnus Noah, Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie und Prof. Hendrik Terheydens Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit ihren Kompetenzen für unterschiedliche Bereiche der rekonstruktiven Chirurgie.

Eingriffe hinterlassen kaum Spuren

Nach Operationen bei Unfällen oder auch Hauttumoren lassen sich besonders die Spuren bei Hautverletzungen im Gesicht nur schlecht verbergen. In den Fällen helfen Methoden, die haarfeine Eingriffe erlauben und damit nur geringe sichtbare Spuren hinterlassen. Professor Noah bietet beispielsweise spezielle Methoden aus der Rekonstruktiven Chirurgie wie die der Gewebetransplantation zur Wundschließung. Dafür übertragen er und sein Team mit moderner Mikrochirurgie gegebenenfalls Hautgewebe aus dem Bauch. Aber auch die Plastische Chirurgie greift da ergänzend ein, wo es um Gewebedefekte geht. Auch hier gilt es das defekte Gewebe wieder aufzufüllen und gegebenenfalls mit Fremdmaterialen zu ergänzen. Oberstes Anliegen von Noah liegt dabei auf der Wiederherstellung der ästhetischen Form. „Das Faszinierende bei der Rekonstruktiven Chirurgie ist, dass sie sich durch Elemente aus der Plastischen Chirurgie ergänzt und mit den Elementen aus der Ästhetischen Chirurgie zur optimalen Therapie vereint“, erläutert Prof. Noah. Sein Spezialgebiet liegt zusätzlich auf der Wiederherstellung der Beweglichkeit des Gesichtes. Mittels peripherer Nervenchirurgie kann er nach Schlaganfällen, angeborenen oder plötzlich auftretenden Gesichtslähmungen oder auch nach Tumorentfernungen helfen. Versetzt er etwa den Schläfenmuskel, oder mikrochirurgisch Beinmuskeln, stellt Noah dadurch wieder die Beweglichkeit der Wange her. Auch bei beeinträchtigtem Augenschluss kann durch die Nerventransplantationstechniken die Funktionseinheit von Nerven und Muskeln wieder erreicht werden. (nh)

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