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Nach einer Entfernung der Prostata im Fall von Krebs klagen Betroffene immer wieder über Inkontinenz.

Prostata: Therapie gegen Inkontinenz

Nach einer Entfernung der Prostata im Fall von Krebs klagen Betroffene immer wieder über Inkontinenz. Doch es gibt Abhilfe, die sich jetzt als überaus erfolgreich erweist. 

Die Implantation eines künstlichen Sphinkters, der die Aufgabe des Schließmuskels der Harnröhre übernimmt, schafft in vielen Fällen Abhilfe.

Das zeigen Ergebnisse, über die Experten des Urologischen Zentrums Hamburg an der Asklepios Klinik Harburg in der aktuellen Ausgabe der Asklepios-Ärztezeitschrift “medtropole“ berichten. Patienten wird bei Inkontinenz zunächst geraten, selbstständig Beckenbodengymnastik zu betreiben, um möglichst früh den Harnfluss selbst steuern zu können. Führen diese und andere Behandlungen nicht zum Erfolg, ist die Implantation eines künstlichen Sphinkters ein Ausweg.

Dieser ersetzt den natürlichen Schließmuskel der Harnröhre und lässt sich vom Patienten bedienen. An der Klinik in Harburg wurden von Juni 2001 bis Dezember 2007 bei 269 Patienten künstliche Sphinkter implantiert. Die Auswertung der Daten von 180 der Betroffenen ergab, dass 86 Prozent nach der Implantation keine bis maximal zwei Inkontinenzvorlagen am Tag benötigten. Die Lebensqualität hatte sich durch die Implantation des Sphinkters nach eigener Einschätzung bei 169 Patienten verbessert. Diejenigen, die einmal wieder kontinent waren, empfanden eine derartige Verbesserung ihrer Lebensqualität, dass sie bei einem auftretenden Defekt des Sphinkters möglichst rasch ein neues Implantat erhalten wollten.

dapd

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