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Lassen Sie sich von Probleme und Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht ausbremsen.

PRO U Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am Flughafen

Patienten-Ratgeber: Bleiben Sie in Bewegung!

Knochen-, Muskel- und Gelenkbeschwerden sind vor allem mit zunehmendem Alter ein Problem. Herr Dr. med. Ulli Kinkelin beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Bewegung.

Probleme und Erkrankungen des Bewegungsapparates nehmen immer mehr zu. Woran liegt das und was können Patienten gegen Beschwerden unternehmen? Dr. med. Ulli Kinkelin, ein Experte vom Pro U - das Orthopädie-Zentrum am Flughafen München, selbst leidenschaftlicher Sportler und seit 2009 als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Praxisklinik niedergelassen, hat die Antworten für Sie.

Welche Ursache können Probleme des Bewegungsapparates haben?

PRO U: Generell unterscheiden wir die akuten Verletzungen des Kapsel- und Band-Apparates der verschiedenen Gelenke von den chronisch-degenerativen Erkrankungen sowohl des Bindegewebes als auch der gelenktragenden Anteile. Insbesondere sind am Bindegewebe die Sehnen als Angriffspunkt von chronisch-degenerativen Erkrankungen betroffen, als auch bei den Gelenken die Gelenkknorpelflächen oder auch die Menisci und die intraarticulären Bänder häufig Ursache für Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparates.

Dr. med. Ulli Kinkelin ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Eine häufige Ursache für Gelenkbeschwerden bei älteren Patienten ist die Arthrose. Diese wird hervorgerufen durch anlagebedingte Fehlstellung der Gelenke, zum Beispiel O- oder X-Beine oder die Hüftdysplasie. Diese führen dann letztendlich über den Knorpelabrieb zu Gelenkzerstörungen. Gelenke geben unserem Körper Halt und ermöglichen überhaupt erst Bewegung. Damit diese Bewegung schmerzfrei funktioniert, fungieren die Knorpel an den Gelenken quasi als Stoßdämpfer. Wenn sich die Knorpel abbauen, entstehen dadurch schmerzhafte Entzündungsprozesse an der Gelenkschleimhaut, diese gehen mit Schwellungen, Überwärmungen und Ergussbildungen einher.

Die rheumatoide Arthritis betrifft in erster Linie den Bewegungsapparat, die Gelenke, Muskeln und Sehnen. Es gibt verschiedene Arten von Rheuma, die mittlerweile durch medikamentöse, physiotherapeutische und auch operative Maßnahmen gut behandelt werden können.

Wie erfolgt die Diagnostik?

PRO U: Nach einer eingehenden Anamnese kommen bei Bedarf hochmoderne Geräte zum Einsatz. Röntgen ist nach wie vor die Basisdiagnostik. Daneben können Sonographie, Kernspintomographie MRT, Knochendichtemessung, 4-D-Wirbelsäulenvermessung und computergestützte Fußdruckmessung angezeigt sein. Zusätzlich können mit einer modernen digitalen Volumentomographie (DVT) die Gelenke untersucht werden und somit minimalste Veränderungen bereits früh erkannt werden.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

PRO U: Zunächst werden alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft. Das konservative Behandlungsspektrum umfasst medikamentöse Therapie, Infiltrationsbehandlung, physiotherapeutische Maßnahmen, Stoßwellentherapie, Magnetfeldtherapie. Wenn die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind oder eine akute Verletzung vorliegt, kommt einer Operationsindikation in Betracht. Im Bereich der operativen Maßnahmen reichen die Behandlungsmethoden von arthroskopischen Operationen über Endoprothetik, Schulter- und Ellenbogenchirurgie bis hin zu Fußchirurgie.

Wie sinnvoll sind Schmerzmittel?

PRO U: Bei akuten Schmerzen ist oft ein Schmerzmittel angezeigt, damit sich kein "Schmerzgedächtnis" ausbildet und die Schmerzen chronisch werden. Auf keinen Fall sollten Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum eigenmächtig eingenommen werden. Auch wenn bereits Herzkreislauf- oder Diabetes-Medikamente eingenommen werden, ist der Gebrauch kritisch zu betrachten. Bei degenerativen Knorpelschäden helfen sehr häufig Injektionen mit Hyaluronsäure, denn sie verbessern die Zellstoffaktivität des Gelenkknorpels, wirken entzündungshemmend und minimieren das Reiben im Gelenk.

Was kann der Patient selbst tun?

PRO U: Bei akuten Schmerzen und Entzündungen ist Kälte empfehlenswert, z.B. kühle Gelkompressen, bei chronischen Schmerzen hilft oft Wärme, ausgenommen bei bakteriellen Entzündungen.

Bewegung heißt das Zauberwort, sowohl was die Prävention als auch was die Heilung anbelangt. Sowohl junge wie auch ältere Patienten sollten sich möglichst viel bewegen, jedoch Sportarten wählen, die wenig belasten. Gut sind insbesondere gelenkschonende Sportarten wie Gymnastik, insbesondere Wassergymnastik, schnelles Gehen, Wandern und Nordic Walking, Rückenschwimmen, Radfahren und zum Muskelaufbau kontrolliertes Gerätetraining. Eher kontraproduktiv sind Sportarten, die die Gelenke belasten, wie Joggen, Sportarten mit schnellen oder abrupten Bewegungsabläufen wie Tennis oder Squash. Ebenso Sportarten, die starken Druck auf die Gelenke ausüben, wie Skifahren oder Laufen auf harten Böden.

Zur Stärkung der Knochen ist eine regelmäßige, am besten tägliche Bewegung im Freien sinnvoll. Darüber hinaus ist eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung entscheidend für unsere Knochen. Gut für die Kollagenbildung ist viel Vitamin B1 (Reis und Erbsen), für Bänder und Sehnen Vitamin C, für Kalzium in den Knochen Vitamin D (Avocado und Meerestiere), für die Knochenmineralisation Vitamin K (grünes Gemüse) und für den Muskelaufbau Vitamin B5 (Weizenkeime, Leber).

Übergewichtige Patienten sollten abnehmen, damit erreichen sie eine Entlastung insbesondere der Knie. Außerdem können Fettzellen  Entzündungen fördern.

Von Petra Henning

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PRO U - Orthopädie-Zentrum

PRO U - Orthopädie-Zentrum am Airport Center Flughafen München

Fünf hochqualifizierte und spezialisierte Fachärzte, einige selbst im Hochleistungssport sehr erfolgreich, decken das gesamte Spektrum der Orthopädie ab: Alle fünf sind Fachärzte für Orthopädie; darüber hinaus führt Dr. med. Christian Jessel die Zusatzbezeichnung Chirotherapie und Sportmedizin und Dr. med. Rüdiger Neitzel Sportorthopädie und Sporttraumatologie. Frau Karen Lenzer ist Fachärztin für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie. Privat-Dozent Dr. Manfred Pfahler und Dr. med. Ulli Kinkelin sind beide Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie und führen die Zusatzbezeichnung spezielle orthopädische Chirurgie.

Geschichte von PRO U

PRO U blickt mittlerweile auf eine fast 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Gegründet wurde PRO U 1999 mit dem Bau des Münchner Airport Centers von Dr. med. Christian Jessel, der auch heute noch in der Praxis tätig ist. Der Standort Airport für ein Ärztezentrum wurde anfänglich eher skeptisch beäugt, da man am Flughafen eher Reisende als Patienten vermutet. Und tatsächlich machen Passagiere mit ca. 5% nur einen kleinen Teil der Patienten aus. Die meisten Patienten wohnen oder arbeiten im Umkreis des Flughafens. Auch aus München finden viele Patienten den Weg zu PRO U, nicht zuletzt aufgrund der optimalen Verkehrsanbindung mit S-Bahn-Anschluss und mehreren Busverbindungen. Parkmöglichkeiten gibt es direkt vor der Haustür. Die Zugangswege sind barrierefrei und die breiten Korridore behindertengerecht, optimale Voraussetzungen also für die Praxisklinik.

Pro U - das Orthopädie-Zentrum am Flughafen München ist die Top-Adresse bei allen Fragen und Problemen des Bewegungsapparates, angefangen von der Halswirbelsäule bis zur Ferse. Die Praxis bietet eine Komplettversorgung aus einer Hand: Die Diagnose erfolgt mithilfe modernster ineinandergreifender Diagnostik- und Untersuchungsmethoden - von Röntgen über Kernspintomografie (MRT) bis hin zur 4D-Wirbelsäulenvermessung. Die Behandlung erfolgt auf Basis modernster Erkenntnisse der Medizin und mithilfe der aktuellsten Technik wie arthroskopischen Operationen, Endoprothetik, Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie sowie Fußchirurgie.

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