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Dr. med. Ulli Kinkelin.

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Praxisklinik PRO U: Interview mit Dr. med. Ulli Kinkelin

Dr. med. Ulli Kinkelin ist der jüngste der vier Ärzte bei PRO U. Seine Leidenschaft zum Leistungssport verbindet er mit seinem Beruf als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Zur Person

Das äußere Erscheinungsbild von Dr. med. Ulli Kinkelin lässt unweigerlich an einen jugendlichen, aktiven und erfolgreichen Sportler denken. Kaum zu glauben, dass der 1973 geborene Orthopäde bereits 15 Jahre Berufserfahrung hat, davon neun Jahre in einer Klinik, zuletzt als Oberarzt. Seinen Doktortitel erwarb er 2001 mit "magna cum laude". Seit 2009 ist Dr. Kinkelin niedergelassener Arzt bei PRO U. Seine Begeisterung für den Beruf und sein Engagement für die Patienten spürt man bei jedem seiner Worte.

 

Beruflicher Werdegang

Nach seinem Medizin-Studium an der Universität Göttingen und an der Uni Hamburg arbeitete Dr. Kinkelin in der Orthopädie Winsen/Luhe, in der Unfallchirurgie der BG Klinik Hamburg sowie in der Orthopädie und Unfallchirurgie der Hessing Klinik in Augsburg. 2006 machte er seinen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, 2009 den Facharzt für Orthopädie sowie eine Zusatzausbildung für Spezielle Orthopädische Chirurgie. Besondere Qualifikationen hat Dr. Kinkelin in den Bereichen Fußchirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie, Röntgendiagnostik Skelett und Säuglingssonographie. Seine Spezialgebiete sind die vollumfängliche Knie- und Fußgelenk-Chirurgie mit kompletter Abdeckung des arthroskopischen Spektrums sowie der endoprothetischen Versorgung, unter anderem Ersatzoperation vorderes und hinteres Kreuzband, Knorpel-Chirurgie, Knorpelzell-Transplantation sowie Umstellungsosteotomie an Unterschenkel, MPFL-Ersatz bei Ausrenkung der Kniescheibe.

 

Interview: Dr. med. Ulli Kinkelin im Gespräch

Herr Dr. Kinkelin, weshalb wurden Sie Arzt und insbesondere Orthopäde?

In meiner Freizeit habe ich habe schon immer sehr gerne und auch viel Sport getrieben. Als aktiver Sportler wird man zwangsläufig mit der körperlichen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen konfrontiert - der eigenen wie auch der des sportlichen Umfelds. Was niemand gerne wahrhaben möchte: Mit zunehmendem Alter setzen ganz automatisch Verschleißerscheinungen und Limitierungen ein. So wuchs mein Interesse an Funktion, Aufrechterhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Die Grenzen der Leistungsfähigkeit zu verschieben, sehe ich als besondere Herausforderung an, wenn nötig auch unter Ausnutzung des medizinischen Potentials.

Darüber hinaus reizt mich an der Orthopädie, dass der Patient in nahezu allen Fällen zunächst in Eigenverantwortung unheimlich viel zur Funktionsaufrechterhaltung und Funktionsverbesserung selbst beitragen kann. Nur hie und da sind orthopädische Hilfestellungen notwendig. Und nur wenn dies alles völlig ausgeschöpft ist, können die gut etablierten operativen Verfahren ergänzend zum Einsatz kommen. Und hier reizen mich vor allen Dingen die manuellen Herausforderungen.

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Orthopäden aus?

Bei einem Orthopäden sind es neben den beruflichen auch die eigenen sportlichen Erfahrungen. Und ein guter Orthopäde muss die Fähigkeit besitzen, die bestehende Ist-Situation genauestens zu analysieren. Dazu ist es notwendig, dem Patienten zunächst aufmerksam zuzuhören, eine Anamnese zu erstellen und den Patienten schließlich eingehend zu untersuchen. Dies stellt die absolute Grundlage einer jeden erfolgreichen Behandlung dar. Wichtig ist es, gemeinsam mit dem Patienten Ziele zu formulieren. Dann sollte zunächst das konservative Therapiepotential so weit wie möglich ausgeschöpft werden - mit möglichst wenig invasiven Maßnahmen. Es ist eminent wichtig, die für den Patienten im Vordergrund stehenden Interessen und Wünsche gemeinsam zu erarbeiten, um für ihn die beste und vor allem eine auf ihn persönlich zugeschnittene Therapie umsetzen zu können. Es gilt jeden Patienten mit seinen Problemen sowie seinen Leistungsanforderungen und -wünschen individuell zu betrachten.

Wie und weshalb kamen Sie zu PRO U?

Nach fast zehnjähriger Klinikzeit wuchs in mir der Wunsch einer vermehrt individuellen, auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen Therapie. Dies ist im heutigen Klinikalltag zunehmend weniger möglich. Aufgrund der Fallzahlen und auch des wirtschaftlichen Druckes ist eine individuelle Patientenbetreuung im Klinikalltag trotz aller guten Vorsätze zunehmend schwieriger umzusetzen. Im Rahmen meiner Praxistätigkeit nun begleite ich jeden Patienten vom ersten Arzt-Patienten-Kontakt bis zum Abschluss einer Therapie des jeweiligen Krankenbildes individuell und kann dabei jeden der eintretenden Entwicklungsschritte eng verfolgen. Insbesondere diese Möglichkeit hat mich an der niedergelassenen Tätigkeit begeistert - und zu meiner großen Freude ist es auch genauso eingetreten.

Zu PRO U bin ich gekommen, da ich hier die Chance gesehen habe, meine vorhandenen Fähigkeiten optimal einsetzen und die individuelle Patienten-Betreuung auf höchstem Niveau leisten zu können. PRO U ermöglicht es mir, die absolut modernsten Therapieoptionen auszunutzen, und insbesondere, im Team mit meinen Kollegen Dr. Jessel, Dr. Neitzel und PD Dr. Pfahler erfolgreich arbeiten zu können.

Wofür steht PRO U?

PRO U steht für eine Versorgung aus einer Hand auf höchstem medizinischen und orthopädischen Niveau, unter Ausschöpfung des gesamten konservativen, wenn nötig auch operativen Therapieangebots. Durch die breite Ausbildung im Rahmen der oberärztlichen Kliniktätigkeiten aller Kollegen von PRO U sowie durch die Spezialisierung bei operativen Schritten ist eine Versorgung auf höchstem Niveau gewährleistet.

Was bietet PRO U, was andere Praxen nicht bieten, und welche Vorteile ergeben sich für den Patienten?

PRO U bietet Versorgung aus einer Hand und dies alles unter einem Dach. Weite, umständliche und zeitraubende Wege entfallen. Die Betreuung erfolgt im Team durch vier Ärzte unter Ausschöpfung sämtlicher technischen und diagnostischen Möglichkeiten. Alle Ärzte haben große Erfahrung in der konservativen und operativen Behandlung orthopädischer Erkrankungen, unter Einbeziehung des kompletten Spektrums. Das A und O der Praxis ist eine zutiefst menschliche, eine individuelle und auf den Patienten zugeschnittene Therapie, welche von uns allen mit Spaß und Freude erbracht wird.

Können Sie Fallbeispiele nennen, an die Sie besonders gerne denken, die in Ihrer Erinnerung präsent sind oder die Sie besonders stolz machen?

Aufgrund meiner Begeisterung für Sport und nahezu alle Bewegungsformen kümmere ich mich besonders gerne um Sportler, die ich bei der Umsetzung und Erreichung ihrer sportlichen Ziele zu unterstützen versuche. Besonders gerne erinnere ich mich an eine Zusammenarbeit, die schließlich die Qualifikation und Teilnahme am Ironman für die Langdistanz auf Hawaii als Erfolg verbuchen konnte. Ein besonderes Highlight war auch der Fall einer bereits über 70-jährigen Breitensportlerin, die die Auszeichnung zur Sportlerin des Jahres erreicht hat. Das hat einfach super viel Spaß gemacht. Natürlich freut man sich auch sehr darüber, wenn Patienten mit ausgerissener Bizepssehne nach erfolgreicher Operation dann wieder segeln und bergsteigen können. Ebenso über einen als Loader tätigen Patienten am Flughafen, der trotz Bizepssehnenoperation wieder seinem körperlich sehr anspruchsvollen Beruf nachgehen kann.

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