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Dr. med. Rüdiger Neitzel.

Praxisklinik PRO U: Interview mit Dr. med. Rüdiger Neitzel

Dr. med. Rüdiger Neitzel wurde 1963 geboren, er studierte Medizin in Köln und München und ist seit 2002 in der Praxisklinik niedergelassen. 2008 erwarb er den Doktortitel.

Dr. Neitzel war selbst lange Zeit aktiver Leistungssportler im Bereich Handball. Von 1983 bis 1993 spielte er in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft. 1985 und 1988 wurde er mit seiner Mannschaft Deutscher Meister, 1985 und 1991 Deutscher Pokalsieger, 1992 Europacupsieger und 1984 gewann er die Silbermedaille bei der Olympiade in Los Angeles.

Beruflicher Werdegang

Nach seinem Medizinstudium sammelte Dr. Neitzel Erfahrung im Klinikum Landshut - hier war er später auch Leitender Oberarzt (1999 bis 2001) - sowie im KKH Vilsbiburg. 1999 machte er den Facharzt für Orthopädie. Er gab Vorlesungen über allgemeine und spezielle Orthopädie und orthopädische Chirurgie, und er hospitierte in Florida und Arizona.

Besondere Qualifikationen hat er in den Bereichen Rettungsdienst, Strahlenschutz, Säuglingssonographie, Artho- und Weichteilsonographie, Sportorthopädie und Sporttraumatologie, Physikalische Therapie und Schmerztherapie vorzuweisen.

Sein Operationsspektrum umfasst Hüft-, Knie- und Schulterendoprothetik, Arthroskopie (Knie, Schulter, OSG), Wirbelsäulenoperationen, Hand- und Fußchirurgie, Umstellungsosteotomien Femur, Tibia, Kreuzbandersatzplastik und Knorpelchirurgie.

Interview

Herr Dr. Neitzel, wie kam es zum Berufswunsch Arzt mit der Fachrichtung Orthopädie?

Wenn man sich während des Studiums überlegt, welche Fachrichtung man einschlagen wird, liegt es bei einem Sportler natürlich nahe, dass der Berufswunsch in Richtung Orthopädie oder Unfallchirurgie geht. Das trifft vielleicht nicht auf jeden Medizinstudenten zu, aber es gibt bei Sportlern eine gewisse Neigung zur Orthopädie, denn Sport hat eben mit dem gesamten Bewegungsapparat zu tun.

Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Orthopäden aus?

Einen guten Orthopäden macht meiner Meinung nach aus, dass er die symptombezogenen Beschwerden des Patienten durch klinische Untersuchungen und moderne Diagnostik in Einklang bringen kann. Hierbei ist wichtig, dass man den gesamten Bewegungsapparat des Patienten mit berücksichtigt und nicht nur einzelne Symptome behandelt werden.

Ebenso sollte eine gute Vernetzung zu angrenzenden Fachgebieten wie Neurologie und Neurochirurgie bestehen, aber auch internistische Krankheitsbilder und gynäkologische Beschwerden müssen in Betracht gezogen und mit eingeordnet werden. Es steht somit also der gesamte Mensch im Mittelpunkt der orthopädischen Behandlung, und nicht nur das einzelne orthopädische Problem.

Weshalb führte Sie Ihr beruflicher Weg zu PRO U?

Ich habe mich nach meiner langjährigen klinischen Tätigkeit, zuletzt als Oberarzt in leitender Position, für eine selbständige Tätigkeit entschieden. Diese sollte sowohl ambulante und als auch stationäre Operationen beinhalten, und diese Möglichkeit konnte ich mit PRO U wahrnehmen.

Wofür steht PRO U?

PRO U bietet alles aus einer Hand: Von der Untersuchung und Diagnose über die Therapie bis hin zur Vermittlung der Rehabilitation. Wir können unseren Patienten eine eigene Klinik und eigene Logistik anbieten. Wir können den gesamten Behandlungsverlauf selbst gestalten, individuell auf den Patienten eingehen und seine Wünsche berücksichtigen.

Was bietet PRO U, was andere Praxen nicht bieten?

Wir bieten alles unter einem Dach, das bedeutet: Diagnostik, Therapie, Rehabilitation. Röntgen ist die Basisdiagnostik. Darüber hinaus kommen Sonographie, MRT, Knochendichtemessung, 4-D Wirbelsäulenvermessung und computergestützte Fußdruckmessung zum Einsatz. Die Praxis ist gut sehr gut ausgestattet, wir können alles diagnostizieren und die meisten Dinge auch selbst operieren. Der Flughafen betreibt eine eigene Klinik, die AirportClinic M in Terminal 1, deren orthopädische Abteilung die Praxis leitet.

Welche Vorteile bietet PRO U den Patienten?

PRO U ist eine Praxis mit zertifiziertem Qualitätsmanagement und wissenschaftlichem Anspruch. Die Praxis ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008. Das Qualitätsmanagement war eine Auflage, mit der sich jeder beschäftigen musste. Auch wenn eine Zertifizierung nicht vorgeschrieben ist, ist PRO U seit vielen Jahren erfolgreich zertifiziert. Hierbei werden die Prozessabläufe aus der Sicht der Ärzte und der Patienten analysiert und auch von außen betrachtet. Dieses Verfahren hat sich schon seit mehreren Jahren bewährt und stellt sicher, dass die Praxis ihren Patienten Qualität anbieten kann, die auch überprüft wird.

Identisches gilt für die Operationssäle, auch hier gibt es entsprechende Zertifizierungen, und die Ärzte arbeiten nach höchsten Qualitätsstandards. Ärzte sind vielfach dem Vorwurf ausgesetzt, dass zu schnell, zu viel, zu oft operiert wird, und dass es zu häufig zu Komplikationen kommt. Tatsächlich sind Komplikationen eher die Ausnahme, und wir Ärzte versuchen, diese nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Zertifizierung ist für die Patienten eine Gewähr, dass nach allerhöchsten Qualitätsstandards gearbeitet wird.

An welche Fälle erinnern Sie sich besonders gerne und was macht Sie besonders stolz? 

Beeindruckende Ergebnisse werden insbesondere in der Kinderorthopädie erzielt. Ich kann mich hier an einen Jungen erinnern, der mit einer schweren Klump-Fuß-Deformität geboren wurde und der in meiner klinischen Zeit mehrfach operiert wurde. Dieser kam dann später als Jugendlicher in meine Sprechstunde und wollte Einlagen für seine Fußballschuhe haben.

Stoßen Sie auch an die Grenzen der ärztlichen Kunst?

Die Grenzen der Medizin werden uns täglich vor Augen geführt, weil der menschliche Körper leider kein Ersatzteillager ist und nicht wie eine Maschine funktioniert. Das heißt Implantate sind leider nicht für die Ewigkeit gemacht, und auch die bestdurchgeführte Wirbelsäulenversteifung bietet oft nicht das gewünschte Ergebnis einer Beschwerdefreiheit für den Patienten.

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