Wer als Chef eine einfache Regel beherzigt, bringt seine Mitarbeiter zu Bestleistungen – besagt ein psychologisches Phänomen.
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Wer als Chef eine einfache Regel beherzigt, bringt seine Mitarbeiter zu Bestleistungen – besagt ein psychologisches Phänomen.

Spannendes Phänomen

Einfacher Psycho-Trick: So einfach können Sie erreichen, dass andere das Beste aus sich herausholen

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
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Andere zu motivieren ist wohl leichter als gedacht. Psychologen konnten nachweisen, dass der „Pygmalion-Effekt“ zu Höchstleistungen anspornen kann.

Bestimmte Verhaltensweisen können unsere Mitmenschen immens beeinflussen – negativ wie auch positiv. Wie einfach wir andere zur Höchstleistung bringen können, zeigte unter anderem eine Studie aus dem Jahr 1968. Die US-Psychologen Robert Rosenthal und Lenore Jacobson hatten den „Pygmalion-Effekt“ bei kalifornischen Grundschulkindern getestet – mit durchschlagendem Erfolg.

Anhand eines vermeintlichen IQ-Tests konnten die Psychologen nachweisen, welch mächtigen Einfluss die Erwartungshaltung auf andere hat. Die Grundschüler wurden angewiesen, den IQ-Test zu machen und die Ergebnisse wurden danach nur den Lehrern mitgeteilt. Die Studienleiter gaben die Information weiter, welche Schüler besonders gut abgeschnitten hatten. Außerdem sagten sie den Lehrkräften, dass von diesen Schülern bessere schulische Leistungen zu erwarten wären als von den anderen Schülern. Am Ende des Schuljahres zeigte sich: Die Kinder, welchen die guten Noten vorausgesagt wurden, hatten tatsächlich besser abgeschnitten als ihre Mitschüler – obwohl die Studienleiter jene Kinder nach dem Zufallsprinzip ausgewählt hatten und nicht nach den tatsächlichen IQ-Testergebnissen.

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Erwartungshaltung verändert Umgang mit anderen – und spornt im Idealfall zu besseren Leistungen an

Die Studie zeigt, wie mächtig Lehrererwartungen sein können, berichtet unter anderem Hochbegabungs- und Kreativitätsforscherin Tanja Gabriele Baudson von der Universität Trier. Vom „Pygmalion-Effekt“ ableiten könne man, dass unterschätzte Kinder schlechtere schulische Leistungen erbringen. „Geringe Erwartungen der Lehrkraft gehen mit einem geringeren schulischen Fähigkeitsselbstkonzept des Kindes einher – unterschätzte Kinder sind also unsicherer, Leistungsanforderungen gerecht werden zu können“, so die Psychologin. Doch nicht nur im schulischen Bereich zeigt sich, dass Menschen sich so verhalten, wie wir es von ihnen erwarten.

Auch Ärzte, Führungskräfte und Eltern können sich den den „Pygmalion-Effekt“ zunutze machen. Denn auch bei Patienten, Mitarbeitern und dem Nachwuchs zeigt sich: Wer Gutes erwartet, der fördert und ermutigt bewusst und unbewusst und legt sein Augenmerk auf die positive Entwicklung und vertraut darauf, dass der andere seinen Weg findet, schreibt das Portal Business Insider. Plausibel klingt etwa das Beispiel Chef-Mitarbeiter-Beziehung: Eine Führungskraft, die fest an ihr Team glaubt und ihm entsprechend viel Vertrauen entgegenbringt, immer die beste Lösung für ein Problem zu finden, die wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein solches Team schaffen, so der Business Insider. (jg)

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