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Bauchschmerzen, Unwohlsein, Verstopfung: Ein Reizdarmsyndrom schränkt Betroffene je nach Schweregrad extrem ein.

Wenn der Darm nicht mitspielt

Reizdarmsyndrom: So sagen Sie Magen- und Darmproblemen den Kampf an

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Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall: Bei vielen Menschen wird dann die Diagnose "Reizdarm" gestellt. Welche Behandlung Erfolg verspricht, erfahren Sie hier.  

Ab und an spürt jeder ein Zwicken im Bauch. Doch Reizdarm-Patienten kämpfen häufig mit Magen-Darm-Problemen wie Bauchkrämpfen, Verstopfung und Unwohlsein. Die Ursachen für das Krankheitsbild sind nicht abschließend geklärt, aber Betroffene können trotzdem einiges gegen ihre Beschwerden tun.

Was ist Reizdarm? Diese Symptome sind typisch

Wie der Name bereits sagt, haben Patienten Darm-Beschwerden, die individuell recht unterschiedlich ausfallen können. Der Techniker Krankenkasse zufolge sind folgende Symptome typisch für das Reizdarmsyndrom, wobei nicht alle auf einmal auftreten müssen:

  • Bauchschmerzen, die sich nach dem Stuhlgang bessern
  • Bauchkrämpfe und/oder Druckgefühle
  • Völlegefühl
  • Blähungen, die schmerzen können
  • Unwohlsein
  • Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang (oft Verstopfung und Durchfall im Wechsel)

Wer häufiger derartige Beschwerden bei sich beobachtet, sollte einen Gastroenterologen aufsuchen, der auf Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts spezialisiert ist. Nur ein solcher Facharzt kann die Diagnose "Reizdarm" stellen, weil zuerst abgeklärt werden muss, ob die Beschwerden nicht durch eine andere Erkrankung ausgelöst werden. Ist dies nicht der Fall und bestehen die Reizdarm-Symptome bereits länger als drei Monate, gilt die Diagnose "Reizdarm" als gesichert und der Arzt leitet eine passende Therapie ein.

Wie entsteht ein Reizdarm?

Wie genau es zum Reizdarmsyndrom kommt, ist nicht abschließend geklärt. Es werden verschiedene Auslöser diskutiert. So zeigen wissenschaftliche Untersuchungen dem Portal Internisten im Netz zufolge, dass bei Reizdarm-Patienten die Darmbewegungen gestört sind und die Darmschleimhaut besonders empfindlich reagiert. Doch auch die Psyche scheint eine große Rolle zu spielen: Sorgen, Ängste oder Nervosität würden sich auch auf die Verdauung auswirken und können so ein Reizdarmsyndrom begünstigen.

Häufig steht auch die These im Raum, dass ein ungesunder Lebensstil inklusive Alkohol, Nikotin und falscher Ernährung ein Reizdarmsyndrom fördern. Doch dies ist, wie auch die Annahme, dass Pilzinfektionen im Darm für einen Reizdarm verantwortlich sind, wissenschaftlich nicht bewiesen. Jedoch können Reizdarm-Patienten auf bestimmte Lebensmittel mit Beschwerden reagieren. Hier gilt es herauszufinden, auf welche Nahrungsmittel man empfindlich reagiert und diese dann nicht zu häufig zu essen.

Video: Dies sollten Sie bei einer Magen-Darm-Infektion nicht essen

Reizdarm Behandlung: Helfen Medikamente bei einem Reizdarmsyndrom?

Um die Reizdarm-Beschwerden besser behandeln zu können, unterscheiden Ärzte zwischen Beschwerden des oberen und unteren Verdauungsapparates. Leidet ein Patient häufiger unter Magenproblemen, sprechen Mediziner von funktioneller Dyspepsie oder Reizmagen. Bei Darmproblemen ist die Rede vom Reizdarmsyndrom, auf dessen Behandlung im Folgenden näher eingegangen werden soll.

Bei einem milden Verlauf kann dem Portal Internisten im Netz zufolge bereits eine Ernährungsumstellung die Beschwerden lindern. Erfahrungsgemäß seien vor allem Lebensmittel wie blähendes Kohlgemüse, Kaffee, scharfe Gewürze, Zwiebeln oder Bohnen für viele Reizdarm-Patienten ein Problem. Mithilfe eines Ernährungstagebuchs und/oder einem Ernährungsberater können Patienten die Lebensmittel ermitteln, die sie nicht gut vertragen. Diese sollten dann weitgehend gemieden werden.

Vermutet der behandelnde Arzt eine Beteiligung der Psyche, wird er zu psychotherapeutischen Maßnahmen wie einer Verhaltenstherapie raten. Ziel dabei ist es zu lernen, Konflikte und Probleme besser zu bewältigen.

Ihre Meinung ist gefragt

Folgende Maßnahmen sind außerdem erfolgsversprechend in der Behandlung eines Reizdarmsyndroms:

  • Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga 
  • Hausmittel wie Flohsamenschalen gegen Verstopfung oder Ingwertee bei Bauchschmerzen

Helfen diese Maßnahmen nicht, werden Ärzte Medikamente empfehlen. Je nach Symptomen können das etwa krampflösende Mittel mit Butylscopolamin, Mebeverin oder Pfefferminzöl gegen Bauchschmerzen sein, Medikamente mit dem Arzneistoff Loperamid gegen Durchfall oder sogenannte Laxantien gegen Verstopfung.

Lesen Sie auch: Verdauung in Ordnung bringen - vier Schritte für eine gesündere Darmflora.

Ernährung bei Reizdarm

Der Einfluss der Ernährung ist laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen noch noch wenig erforscht. Auch reagiert jeder Mensch anders auf verschiedene Lebensmittel, was es schwierig macht, konkrete Ernährungsempfehlungen zu geben. Doch einige Lebensmittel stehen im Verdacht, die Beschwerden von Reizdarm-Patienten zu verschlimmern. Folgendes sollten Betroffene beachten:

  • Fermentierbare Kohlenhydrate können im Darm zu gären beginnen und Blähungen begünstigen, weshalb sie in Maßen gegessen werden sollten (enthalten sind sie unter anderem in Fruchtzucker (Einfachzucker), Milchzucker und Stärke (Mehrfachzucker) oder Süßstoffen (Zuckeralkohole)).
  • Reizdarm-Patienten sollten vermehrt zu Ballaststoffen greifen (enthalten unter anderem in Vollkornprodukten und Gemüse).

Die oben genannten Informationen ersetzen nicht den Ganz zum Facharzt. Nur dieser kann die Diagnose "Reizdarmsyndrom" stellen und eine geeignete Therapie einleiten.

Mehr zum Thema: Zuckerfreie Ernährung - so nehmen Sie schnell und gesund ab.

jg

Verdacht auf  Nahrungsmittelunverträglichkeit? 

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