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Reverse Dieting: Personal Trainerin von Kim Kardashian schwört auf diesen Fitness-Trend

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Von: Juliane Gutmann

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Sich auf dem Wochenmarkt durch das Angebot schlemmen: Bei der Rückwärtsdiät erwünscht.
Sich auf dem Wochenmarkt durch das Angebot schlemmen: Bei der Rückwärtsdiät erwünscht. © picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich

Melissa Alcantara war es satt, immer nur Kalorien zu zählen. Die Sportlerin, die schon Reality-TV-Star Kim Kardashian in Form gebracht hat, entdeckte die Rückwärtsdiät für sich.

"Ja, ich möchte gut aussehen, aber ich möchte nicht ein Leben leben, in dem man nur an die nächste Mahlzeit denken kann - während man gerade etwas isst" schreibt Fitnesstrainerin Melissa Alcantara in einem Post auf ihrem Instagram-Kanal fitgurlmel. Für ihren gestählten Körper nahm sie einiges in Kauf: Training bis an die Schmerzgrenze, Kalorien zählen und ständiges Hungern - doch Alcantara hat genug davon. Sie möchte wieder normal essen und versucht sich durch Reverse Dieting wieder ein normales Essverhalten anzutrainieren, ohne dick zu werden - mit Erfolg.

Stoffwechsel anregen mit Reverse Dieting?

Das Ziel von Reverse Dieting (was zu deutsch so viel wie Rückwärtsdiät bedeutet) ist es, den Stoffwechsel wieder zu reaktivieren, der nach Phasen der Kalorienreduktion eingeschlafen ist. Zum Hintergrund: Wer sich über lange Zeit wenige Kalorien zuführt und so den Körper auf Sparflamme hält, läuft Gefahr, dass sich der Stoffwechsel (Metabolismus) verlangsamt. Das passiert, weil der Körper mit der wenigen Energie, die durch Nahrung zugeführt wird, wie in einer Notsituation knapp haushalten muss.

Bei der Rückwärtsdiät geht es darum, nach und nach die Kalorienaufnahme zu erhöhen. Der Stoffwechsel soll so wieder daran gewöhnt werden, mehr Nahrung in Energie umzuwandeln - und zu verbrennen. Doch jeder Mensch verstoffwechselt anders und die Reverse Dieting-Theorie ist wissenschaftlich nicht belegt. Doch bei Alcantara zeigte Reverse Dieting Wirkung.

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Alcantaras Ziel: 2.300 Kalorien schlemmen und Wohlfühlgewicht halten

Die Trainerin hatte ihre täglich zugeführten Kalorien auf 1.750 erhöht und nahm dadurch in den ersten drei Wochen zu. Doch dann begann sie wieder, Gewicht zu verlieren. Ihre Erklärung: Die purzelnden Pfunde sind auf ihren aufgeweckten Stoffwechsel zurückzuführen.

Mehr zum Thema Reverse Dieting im Video:

"Das bedeutet, dass mein Körper sich gut an die Kalorien angepasst hat", so Alcanatara. Ihr Ziel: Täglich 2.300 Kalorien schlemmen und ein konstantes Wohlfühlgewicht halten. Um ihren Stoffwechsel wieder in Schwung zu bringen, nimmt Alcantara ein paar Kilos mehr in Kauf: "Ich werde höchstwahrscheinlich an Gewicht zulegen, aber es muss getan werden, wenn ich meinen Stoffwechsel wieder auf Touren bringen will".

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Rückwärtsdiät: Wie gesund ist Reverse Dieting?

Ausgewogen und ausreichend energiespendend: So sollte eine gesunde Ernährung aussehen. Als entsprechend unbedenklich stufen Experten Reverse Dieting ein - sofern auf gesunde und naturbelassene Lebensmittel zurückgegriffen und nicht ins Übergewicht gerutscht wird. Wichtig sei aber, die Nahrungsaufnahme Stück für Stück zu erhöhen, statt abwechselnd viel und dann wieder wenig zu essen, wie das fitforfun schreibt. Ernährungsberaterin Monica Auslander Moreno glaubt dem Portal zufolge, dass die Rückwärtsdiät so gegen den Plateau-Effekt helfen könne - den plötzlichen Stillstand beim Abnehmen, trotz ausreichend Bewegung und Kalorienreduktion.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und sprechen Sie bei Übergewicht mit Ihrem behandelnden Arzt, der Sie über geeignete Maßnahmen informieren und gegebenenfalls eine Ernährungsberatung vorschlagen wird.

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Weiterlesen: So purzeln die Pfunde: Mit Intervallfasten in einer Woche fünf Kilo abnehmen.

jg

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