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Im Labor stellen Fachleute Krebsmedikamente her - und forschen auch an neuen Medikamenten.

Häufigste Krebsart

Alltags-Medikament tötet Krebszellen ab - wie neue Studie Therapie revolutionieren könnte

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Mit weit mehr als 200.000 Neuerkrankungen ist Hautkrebs die häufigste Krebsart in Deutschland. Mit welcher Arznei Forscher jetzt die kranken Zellen abtöten, überrascht.

Es passiert nicht zum ersten Mal, dass ein Medikament bei mehreren Krankheiten Wirkung zeigt. Was die Forscher um Martin Hohenegger vom Institut für Pharmakologie und Christoph Minichsdorfer vom Comprehensive Cancer Center der Medizinischen Universität Wien jetzt herausfanden, könnte neue Therapiechancen bei aggressivem Hautkrebs bedeuten - mit einem Wirkstoff, den viele Menschen im Medizinschrank stehen haben.

Wirkstoff in Cholesterinsenkern tötet Krebszellen ab

Auf der Suche nach neuen Arzneien gegen Krebs, stießen die Wissenschaftler auf eine positive "Nebenwirkung" eines Wirkstoffs, den viele Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten zu sich nehmen: Statine.

In Cholesterinsenkern enthalten, hat der Wirkstoff auch Einfluss auf schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Im Laborversuch konnte das Statin Simvastin in Krebszellen eine Art Selbstzerstörungsmodus auslösen, wie das News-Portal Focus berichtete. Die Forscher hatten im Labor auch den Botenstoff Interleukin-6 eingesetzt, der die perfekten Bedingungen für das Statin geschaffen hatte, um die entarteten Zellen zu töten.

Interleukin-6 stellt der Körper selbst her, es reguliert die Entzündungsreaktionen im Körper und ist deshalb so wichtig, weil Entzündungen im Körper die Entstehung von Tumoren begünstigen.

Hautkrebs früh erkennen: Dieses Muttermal kann Ihnen gefährlich werden.

Statine zeigen auch bei anderen Krebsarten Wirkung

Das Forscherteam fand außerdem heraus, dass Statine wohl auch bei anderen Tumorarten helfen könnten. Es muss allerdings noch weiter untersucht werden, ob und wie Statine in Zukunft in der Krebstherapie eingesetzt werden sollen.

Umfrage: Ihre Meinung ist gefragt

In einer Mitteilung der Universität sagte Hohenegger: "Vergleiche verschiedener Studien zeigten, dass Melanomzellen sehr unterschiedliche Empfindlichkeiten für das Auslösen des Selbstmordprogramms durch Statine besitzen. Warum dies so ist, war nicht bekannt."

Vorsorge sei in jedem Fall besser als Nachsorge: Hauptverursacher von Hautkrebs ist laut Experte Claus Garbe die "absichtliche und vermeidbare Sonnenexposition in Urlaub und Freizeit". Der Dermatologe geht sogar davon aus, dass sich bis 2030 die Hautkrebs-Fälle verdoppeln werden. Vor allem für Menschen mit vielen Leberflecken ist der regelmäßige Check vom Hautarzt also immens wichtig.

Zur Studie

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jg

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

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