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Rheumatoide Arthritis: Schnell behandeln

Rheumatoide Arthritis: Schnell behandeln

Wiesbaden - Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen. Schäden an den Gelenken lassen sich nicht rückgängig machen. Dewegen setzten Arzte auf neue Therapien. 

Deshalb sollte die Rheumatoide Arthritis (RA) so früh wie möglich behandelt werden. Schlage eine Therapie nicht an, sollten Ärzte möglichst rasch eine andere ansetzen, empfehlen Experten vor dem diesjährigen Internistenkongress (14. bis 17. April) in Wiesbaden, bei dem das Thema RA auf der Tagesordnung steht.

Ursache entzündlichen Rheumas ist eine fehlgeleitete körpereigene Abwehr: Das Immunsystem greift den eigenen Körper an und ruft dabei Entzündungen an den Geweben hervor. RA, so betont Ulf Müller-Ladner von der Universität Gießen, befällt nicht nur die Gelenke: Betroffene sind anfälliger für Erkrankungen wie Arterienverkalkung, Knochenschwund oder Lungenfibrose.

Die Therapie der RA habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt, betont Müller-Ladner. Vor allem die Behandlung mit sogenannten DMARDs lindere die Krankheit, indem sie in die fehlgesteuerte Immunreaktion des Körpers eingriffen und diese hemmten. „Dabei sollte die Therapie möglichst früh einsetzen, nach dem Motto: Hit hard and early“, sagt der Rheumatologe.

Auch gebe es Medikamente, die den Patienten die morgendlichen Schmerzen nähmen. Helfe dies nicht, komme auch eine Therapie mit sogenannten Biologika in Frage: Diese Medikamente greifen gezielt in die entzündlichen Vorgänge ein, indem sie Signalwege zwischen den Zellen blockieren. „Sobald wir merken, dass eine Therapie nicht wirkt, müssen wir möglichst rasch nach Alternativen suchen und umstellen“, betont Müller-Ladner.

dapd

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