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Roh oder gekocht - So sollten Sie Ihrem Darm zuliebe essen

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Von: Juliane Gutmann

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Roh oder besser gekocht - was ist besser bekömmlich?
Roh oder besser gekocht - was ist besser bekömmlich? © picture alliance/dpa/Peter Kneffel

Es gibt eine Ernährungsform, deren Anhänger nur rohe Nahrungsmittel essen. Doch wie gesund ist das wirklich für Sie und Ihren Darm?

Ob unser Magen-Darm-Trakt in Ordnung ist, wird maßgeblich von der Ernährung beeinflusst. Je nachdem, was Mensch zu sich nimmt, verändert sich die Darmflora. Wissenschaftler haben sich mit der Frage beschäftigt, ob rohe oder gekochte Speisen für den Menschen gesünder sind.

Roh oder gekocht: Darmflora wird von Nahrungsmitteln beeinflusst

Aus früheren Untersuchungen weiß man mittlerweile, dass Vegetarier und Fleischesser, aber auch Schlanke und Übergewichtige eine enorm unterschiedliche Darmflora haben können. Doch inwieweit rohes oder gekochtes Essen eine Rolle spielt, wusste man bislang nicht. Im Fachblatt "Nature Microbiology" veröffentlichten Wissenschaftler dazu eine Studie: "Der Einfluss des Kochens auf das Mikrobiom, den wir bei den Mäusen beobachtet haben, ist auch für Menschen relevant", kommentiert Peter Turnbaugh von der University of California in San Francisco.

Während der Untersuchung fütterten die Studienleiter vier Mäusegruppen fünf Tage lang mit rohem oder gekochtem Fleisch oder mit rohen oder gekochten Süßkartoffeln. Dabei fanden sie heraus, dass sich die Darmflora bei den Vegetarier-Gruppen veränderte - bei den Fleischfressern war keine Veränderung zu beobachten. Wissenschaftler vermuten, dass rohe pflanzliche Nahrung besser für den Organismus sein könnte, denn bestimmte Inhaltsstoffe, die durch Erhitzen zerstört würden, hemmen die Vermehrung einiger Bakterienarten. Welche Nahrungsmittel tatsächlich für den Magen-Darm-Trakt bekömmlicher sind, muss noch weiter erforscht werden.

Mehr zum Thema: Verdauung in Ordnung bringen: Vier Schritte für eine gesündere Darmflora.

Mit Ernährung Darmflora positiv beeinflussen

Wie das Portal Wissenschaft-aktuell berichtete, gab es eine ähnliche Studie, die zeigte, dass sich die Ergebnisse aus der Mäuse-Studie auf den Menschen übertragen lassen. Weitere Studien seien zwar nötig, doch Forscher sind sich schon heute einig: Durch den gezielten Einsatz bestimmter Nahrungsmittel kann man die Darmflora positiv beeinflussen und Menschen mit chronischen Darmkrankheiten helfen. Fest steht: Viel Gemüse und frisch gekochtes Essen, wenig Zucker und Fertigprodukte – damit ist dem Magen-Darm-Trakt bereits sehr geholfen.

Die Finger lassen sollte man bei Rohkost von folgenden Gemüsesorten:

Diese Gemüsesorten sollten Sie immer kochen, da sie Gifte enthalten können.

Lesen Sie auch: Mit diesen vier einfachen Tricks essen Sie in Zukunft viel gesünder - und nehmen gleichzeitig ab.

jg

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